Donnerstag, 16. Februar 2012

Erfolgreicher Streik im jordanischen Phosphatbergbau

Nach einem dreitägigen Streik setzten die Arbeiter im jordanischen Phosphatbergbau rückwirkend Lohnerhöhungen und strukturelle Verbesserungen der Beschäftigtenstruktur durch. Bis Ende 2013 werden sich die Löhne verdoppelt haben. Vereinbart wurde außerdem, daß Zeitarbeiter, die über die nötige Qualifikation verfügen, Festanstellungsverträge erhalten sollen. Zudem sollen die Beschäftigungsbedingungen der prekär Beschäftigten verbessert werden.

Quelle:
Phosphate workers end strike after deal with management by Muath Freij, Jordan Times
http://www.zawya.com/story.cfm/sidZAWYA20120215050217

Warnstreik bei den Berliner Verkehrsbetrieben angekündigt

Am Sonnaben, dem 18.02.12 werden bei der BVB zwischen 4 und 19 Uhr Warnstreiks stattfinden. Die Arbeitgeber hatten in der letzten Verhandlungsrunde ein unzureichendes Angebot vorgelegt. verdi hatte eine Forderung präsentiert, die im Falle ihrer Realisierung außer dem fälligen Inflationsausgleich eine bescheidene Reallohnerhöhung brächte.

Mehr Infos:
http://www.neues-deutschland.de/artikel/218634.stillstand-bei-der-bvg.html

Montag, 6. Februar 2012

Klinikpersonal in Kilkis/Nordgriechenland beschließt Krankenhausübernahme unter Arbeiterkontrolle

Die Ärzte, Schwestern, Pfleger und das andere Personal des Allgemeinen Krankenhauses von Kilkis/Griechenland haben auf einer Belegschaftsversammlung der Klinik in einer Entschließung erklärt, daß die Probleme des Nationalen Gesundheitssystems (ESY) Folgeprobleme der neoliberalen Globalisierung und der durch sie inspirierten arbeiterfeinlichen Politik der Regierung sind und daher nicht durch immer neue spezifische Forderungen aus dem Gesundheitssektor gelöst werden können. Notwendig sei eine umfassende Antwort. Sie beantworteteten deshalb die Regierungspolitik mit einer Klinikbesetzung und der Übernahme des Krankenhauses in Arbeiterkontrolle und in vollständige Selbstverwaltung. Die Beschäftigtenversammlung wird das höchste beschlußfassende Organ sein.

Die Belegschaftsversammlung erklärte, sie entlasse damit die Regierung nicht aus ihrer finanziellen Verantwortung. Sie verlange die Nachzahlung der Lohneinbehalte, die von der Regierung auf Anforderung der Troika aus EU-Kommission, EZB und IWFverfügt worden sind. Sie kämpfe weiter für ein kostenloses öffentliches Gesundheitssystem und werde sich gleichzeitig für den Sturz der Regierung einsetzen.

Sie riefen dazu auf, andere Kliniken ebenfalls zu besetzen und eine breite Einheitsfront über den Gesindheitssektor hinaus gegen die Regierung zu schaffen.

Mehr Infos:
http://en.contrainfo.espiv.net/2012/02/05/kilkis-northern-greece-occupation-and-self-management-of-the-citys-general-hospital-by-the-workers/

http://libcom.org/blog/greek-hospital-now-under-workers-control-05022012

http://efimeridadrasi.blogspot.com/2012/02/blog-post_04.html

Dienstag, 31. Januar 2012

Generalstreik! Belgien stand still

Historischer Generalstreik gegen Sparpolitik

In den boersennews schreibt Paul Tudor Jones:

In *Belgien* legte am Montag der erste Generalstreik seit fast 20 Jahren weite Teile des öffentlichen Lebens lahm. Auch die Privatwirtschaft war betroffen.
Gerichtet war der historische Ausstand gegen das milliardenschwere Sparprogramm
der belgischen Regierung um den sozialistischen Premierminister Elio Di Rupo.

Mehr:

http://www.boersennews.de/nachrichten/thema/belgien-historischer-generalstreik-gegen-sparpolitik/458711?utm_campaign=mailsolution&utm_medium=email&utm_source=newsletter

Weitere Infos:
- Artikel und Texte bei Labournet zum Streik in Belgien
- Tageszeitung junge Welt (jW) vom 31.01.2012: „EU den Weg versperrt“:
http://www.jungewelt.de/2012/01-31/053.php?sstr=Belgien

Mittwoch, 25. Januar 2012

Siedlung von Obdachlosen und landlosen Bauern in Brasilien von der Riot Police gestürmt

http://auroranews.twoday.net/stories/pinheirinho-von-der-riot-police-gestuermt-tote-und-verletzte/
siehe auch:
http://auroranews.twoday.net/stories/solidaritaet-mit-den-obdachlosen-und-landlosen-von-pinheirinho-in-bras/

Samstag, 21. Januar 2012

Solidarität mit den Obdachlosen und Landlosen von Pinheirinho in Brasilien!

Internationale Solidarität mit dem Widerstandskampf der Obdachlosen und Landlosen von Pinheirinho in Brasilien
INTERNATIONALE SOLIDARITÄT GEFRAGT:
Protestiert gegen die Zwangsräumung von Pinheirinho!
Die Landbesetzung von Pinheirinho ist gleichbedeutend mit dem Kampf für anständige Wohnungen in Brasilien!
http://auroranews.twoday.net/stories/solidaritaet-mit-den-obdachlosen-und-landlosen-von-pinheirinho-in-bras/

Mittwoch, 18. Januar 2012

INFO: Neuerscheinung: Gestreikt. Gefeuert. Gekämpft.

Der „Fall Emmely“ war ein Arbeitsrechtsstreit um die fristlose Kündigung einer langjährig beschäftigten Kassiererin der Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann, der 2009 bundesweit ein kontroverses Medienecho erregte und eine gesellschaftliche Diskussion zu Bagatellkündigungen hervor rief. Der Kassiererin, die als Emmely bezeichnet wird, war vorgeworfen worden, zwei ihr nicht gehörende Flaschenpfandbons im Wert von 1,30 Euro eingelöst zu haben; ihr wurde fristlos gekündigt.
Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt erklärte die Kündigung am 10. Juni 2010 für unverhältnismäßig und damit für rechtswidrig. Der juristische „Erfolg“ ist auch ein Ergebnis der vielfältigen Solidaritätsarbeit für Emmely. Die verschiedenen Zugänge und Perspektiven der Auseinandersetzung mit (Kaufhaus-)Konzernen ist Thema dieses Sammelbandes.

Komitee „Solidarität mit Emmely“ (Hg.):
Gestreikt. Gekündigt. Gekämpft. Gewonnen.Die Erfahrungen der „Emmely“-Kampagne
ISBN 978-3-940865-27-4 • 2011 • 144 S. • 9,50 €

INFO: Neuerscheinung: Gestreikt. Gefeuert. Gekämpft.

Der „Fall Emmely“ war ein Arbeitsrechtsstreit um die fristlose Kündigung einer langjährig beschäftigten Kassiererin der Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann, der 2009 bundesweit ein kontroverses Medienecho erregte und eine gesellschaftliche Diskussion zu Bagatellkündigungen hervor rief. Der Kassiererin, die als Emmely bezeichnet wird, war vorgeworfen worden, zwei ihr nicht gehörende Flaschenpfandbons im Wert von 1,30 Euro eingelöst zu haben; ihr wurde fristlos gekündigt.
Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt erklärte die Kündigung am 10. Juni 2010 für unverhältnismäßig und damit für rechtswidrig. Der juristische „Erfolg“ ist auch ein Ergebnis der vielfältigen Solidaritätsarbeit für Emmely. Die verschiedenen Zugänge und Perspektiven der Auseinandersetzung mit (Kaufhaus-)Konzernen ist Thema dieses Sammelbandes.

Komitee „Solidarität mit Emmely“ (Hg.):
Gestreikt. Gekündigt. Gekämpft. Gewonnen.Die Erfahrungen der „Emmely“-Kampagne
ISBN 978-3-940865-27-4 • 2011 • 144 S. • 9,50 €

Samstag, 14. Januar 2012

Erzwingungsstreik bei pflegen&wohnen

"Ich verstehe die Eigentümer nicht! Qualifizierte Pflege im Auftrag der Gesellschaft und Lohndrückerei zu Lasten der Mitarbeiter/innen – das passt einfach nicht zusammen! Zur vertrauensvollen Zusammenarbeit im Dienste an unseren Alten gehört zwingend ein fürsorglicher Umgang mit den Beschäftigten". Das erklärte die Kollegin Silke Stein von der Landesfachbereichsleitung von verdi. Für die Eigentümer, Andreas Franke und Nikolai Burkart paßt das sehr wohl zusammen und "vertrauensvolle Zusammenarbeit" steht bei ihnen nur im Wertekatalog der Gewerkschaften... Die 13 Pflegeeinrichtungen für SeniorInnen (mit heute 1600 MitarbeiterInnen) wurden 2007 vom Senat privatisiert - damals ohne nennenswerten Widerstand.

Hier die Pressemeldung von verdi anläßlich der Kundgebung der Streikenden auf dem Goldbekplatz.
http://hamburg.verdi.de/++skin++print/presse_hh/pressemitteilungen/showNews?id=5fc8ceda-3d0e-11e1-7448-001ec9b05a14
Und hier ein Artikel bei hh-heute zum Streiktag.
http://www.hh-heute.de/pflegeheime-350-beschaftigte-im-streik/

Streikmodus:
Die KollegInnen von pflegen & wohnen streiken einen Tag pro Woche gemeinsam (d.h.) von allen 13 Einrichtungen. Das war so am Mittwoch, dem 12.1. Dann streikt an jedem Tag eine Einrichtung, so heute, am 13.1. die Beschäftigten im Pflegeheim Farmsen. In der nächsten Woche am 18.1. (Mittwoch) ist dann wieder Streik von allen.
Wir waren mit mehreren Kollegen von Jour Fixe im Streiklokal im Goldbekhaus, um uns zu informieren und zu solidarisieren.
(Meldung der Jour Fixe Vorbereitungsgruppe HH)

Neues zum neuen Fall Emmely in Hamburg

Der Kellnerin Gracia C. wird vorgeworfen, versucht (!) zu haben zwei Teller gestohlen haben. Ihr wurde fristlos gekündigt und sie klagte. Deshalb fand am Mittwoch vor dem Hamburger Arbeitsgericht eine Güteverhandlung statt.
Die Kollegin Gracia ist beschäftigt im Lokal Vapiano in der Rothenbaumchausse. Der Prozeß wird am 21. März fortgesetzt.
Dazu in MoPo vom 12.1.:
http://www.mopo.de/nachrichten/vapiano-mitarbeiterin-geht-vor-gericht-gefeuert---wegen-zwei-pizza-tellern,5067140,11435572,view,printVersion.html
Rolf Geffken, der Gracia C. anwaltlich vertritt, teilt im info Nr. 91 vom 13.1. (icolair) mit, daß die vorsitzende Richterin entgegen des MoPo-Artikels nicht geäußert hat, daß das angebliche Verschwinden der Pizzateller die Kündigung rechtfertigen würde. Sie habe vielmehr ausdrücklich darauf hingewiesen, selbst für den Fall eines "bewiesenen" Diebstahlsversuches sei der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu beachten. Geffken wies weiter darauf hin, daß fast allen KollegInnen von Gracia C. ein "Beweisvideo" vorgeführt wurde, wodurch sich das Management einer schweren Persönlichkeitsrechtsverletzung schuldig gemacht habe.
(Meldung der Jour Fixe Vorbereitungsgruppe HH)

Mittwoch, 11. Januar 2012

Generalstreik gegen Ölpreiserhöhung in Nigeria: Millionen am 9. Januar auf den Straßen

Am 01. Januar wurden in Nigeria Öl- und Benzinpreise wegen der weggefallenen staatlichen Subventionen um 50 bis 130 % erhöht. Angesichts des ohnehin sehr niedrigen Lebensstandards ist diese Regierungsmaßnahme ein brutaler Angriff auf die nigerianische Arbeiterklasse, die Bauern und die Menschen der Elendsquartiere. Die Gewerkschaftsbewegung leistet gegen diese Maßnahmen massiven Widerstand.
Mehr:

http://auroranews.twoday.net/

Danketsu Blog

Internationale Kurznachrichten zu Arbeits- und Arbeiterkämpfen. Inspiriert von der japanischen Eisenbahnergewerkschaft Doro-Chiba

Danketsu

Das japanische Wort "Danketsu" bedeutet wörterbuchmässig übersetzt "Solidarität". Wie aber so oft hat das japanische Wort in der japanischen Sprache selbst eine noch viel komplexere Bedeutung, etwa im Sinne des Wahlspruchs der 3 Musketiere aus Alexander Dumas Roman: "Einer für alle! Alle für einen!"

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Klassenorientierte Arbeiterbewegung

Die Schaffung und Verbreiterung einer internationalen klassenorientierten Arbeiterbewegung ist ein Ziel der kämpferischen Eisenbahnergewerkschaft Doro-Chiba in Japan. Dies bedeutet unter anderem: (1) Arbeits- und Arbeiterkämpfe dürfen niemals sektoriell, kulturell, ethnisch oder national isoliert und eingegrenzt bleiben. Über alle diese (letztlich künstlichen) Grenzen hinweg muss Solidarität (Danketsu) praktiziert werden. (2) die Gesamt - Interessen aller Menschen, die nur Besitzer blosser Arbeitskraft als Produktionsfaktor sind (60-80% der Bevölkerung etwa in Ländern wie Deutschland oder Japan), also wissenschaftlich formuliert der Klasse des Proletariats, müssen stets im Vordergrund sein. (3) Es ist von einer Unversöhnlichkeit der Interessen von Kapital und Arbeit auszugehen. (4) Es gilt die unmittelbare und direkte Solidarität (Danketsu) zwischen den zahllosen Segmenten dieser Klasse weltweit ständig zu erzeugen und zu verbreitern.

Berliner Solidaritätskomitee mit den Werktätigen in Japan

Am 11.10.2011 riefen 4 Gründungsmitglieder das Berliner Solidaritätskomitee mit den Werktätigen in Japan ins Leben. Ziel des Komitees ist die Schaffung zahlreicher Kontakte zwischen deutschen und japanischen gewerkschaftlichen Aktivisten (wobei gewerkschaftliche Aktivisten keineswegs etwa auf formale Mitglieder von Teilorganisationen etwa des DGB begrenzt ist). Dieser Blog hier (Danketsu-Blog) ist allerdings nicht nur einseitig auf deutsch-japanische Arbeitersolidarität ausgerichtet, sondern nahm von Anfang an auch Kurzmeldungen über Arbeitskämpfe aus anderen Teilen der Welt auf. Damit realisieren wir auch auf beste Weise, was ein zentrales Anliegen der japanischen Doro-Chiba ist: Schaffung einer weltweit miteinander vielfältig vernetzten klassenorientierten Arbeiterbewegung; Danketsu erzeugen und immer weiter verbreitern.

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Meldungen im Danketsu-Blog

Soweit es in unseren Möglichkeiten steht, veröffentlichen wir jede uns bekannt gewordene Meldung über Arbeits- und Arbeiterkämpfe, ohne Rücksicht darauf, von welchen politischen Kräften diese Kämpfe geführt werden. Unser Prinzip heisst Klassensolidarität, also Solidarität aller Menschen, die Besitzer blosser Arbeitskraft sind.

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