Indien

Donnerstag, 1. März 2012

Mehr als 100 Millionen Streikende legen Indien lahm

Am 28. Februar beteiligten sich mehr als 100 Millionen Streikende an einem landesweiten Generalstreik. Alle größeren Gewerkschaftsverbände Indiens hatten dazu aufgerufen, gegen die höheren Lebenshaltungskosten und für einen Mindestlohn zu kämpfen. Es war der größte Streik seit der Unabhängigkeit Indiens 1947.
Trotz eines Wirtschaftswachstums von 9% leben in Indien 410 Millionen Menschen in Armut, während 55 Kapitalisten über ein Vermögen von mehr als 250 Milliarden Dollar verfügen. Bauarbeiter verdienen monatlich 500 Rupien (das sind weniger als 8 €). 50 Millionen Arbeiter sind Tagelöhner ohne jede soziale Absicherung.

Quellen:
http://internationalsocialist.org.uk/index.php/2012/02/100-million-will-strike-in-india/

http://www.jungewelt.de/2012/03-01/006.php

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Suzuki Arbeiter/innen protestieren gegen Gewerkschaftszerschlagung

7000 Mitarbeiter/innen bei Suzuki in Indien, die zu Suzuki India Limited (MSIL), Suzuki Powertrain und Suzuki Motorcycles India Ltd. gehören, sind anti-gewerkschaftlichen Maßnahmen seitens der Regierung ausgesetzt.
Nach einem langen und intensiven Arbeitskampf haben die MSIL Mitarbeiter/innen in Manesar, Gurgaon, am 30. September 2011 eine Übereinkunft mit dem Suzuki Management getroffen. In Übereinstimmung mit dem getroffenen Kompromiss erschienen die Arbeiter/innen am 3. Oktober zur Arbeit, aber Leiharbeiter/innen wurde der Zugang verwehrt. Das Unternehmen stoppte zudem alle öffentlichen Verkehrsmittel und Zeitarbeiter/innen außerhalb der Fabriktore wurden von Schlägern angegriffen. In Solidarität mit den Zeitarbeiter/innen begannen Mitarbeiter/innen in drei verschiedenen Unternehmensstandorten am 7. Oktober einen Sitzstreik. Am 9. Oktober kam es zu gewalttätigen Angriffen, als ein Unternehmer Feuer auf eine Gruppe Arbeiter/innen bei Suzuki Motorcycles Limited eröffnete. Trotz dieser Angriffe erhält Suzuki die volle Unterstützung der indischen Regierung. Am 10. Oktober stellte das Haryana Labour Department fest, dass es sich bei dem Streik um eine illegale Vertragsverletzung gehandelt habe. Das Hohe Gericht in Haryana forderte die Arbeiter/innen auf, das Fabrikgelände zu verlassen, erklärte den Streik jedoch nicht für illegal.
120 Mitarbeiter/innen wurden aufgrund ihrer Teilnahme an den Streiks entlassen. Die Arbeiter/innen leisten Widerstand gegen die Einschüchterung seitens des Unternehmens und der Regierung und fordern Suzuki dazu auf, Arbeitsrechte ernst zu nehmen und Verhandlungen zu führen.
Sie können helfen! Tragen Sie Ihren Namen und Ihre Email Adresse ein. Klicken Sie dann unten auf der Seite auf 'Send Message'.
Die entsprechende Webseite ist hier:
http://www.labourstart.org/cgi-bin/solidarityforever/show_campaign.cgi?c=1142

Danketsu Blog

Internationale Kurznachrichten zu Arbeits- und Arbeiterkämpfen. Inspiriert von der japanischen Eisenbahnergewerkschaft Doro-Chiba

Danketsu

Das japanische Wort "Danketsu" bedeutet wörterbuchmässig übersetzt "Solidarität". Wie aber so oft hat das japanische Wort in der japanischen Sprache selbst eine noch viel komplexere Bedeutung, etwa im Sinne des Wahlspruchs der 3 Musketiere aus Alexander Dumas Roman: "Einer für alle! Alle für einen!"

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Klassenorientierte Arbeiterbewegung

Die Schaffung und Verbreiterung einer internationalen klassenorientierten Arbeiterbewegung ist ein Ziel der kämpferischen Eisenbahnergewerkschaft Doro-Chiba in Japan. Dies bedeutet unter anderem: (1) Arbeits- und Arbeiterkämpfe dürfen niemals sektoriell, kulturell, ethnisch oder national isoliert und eingegrenzt bleiben. Über alle diese (letztlich künstlichen) Grenzen hinweg muss Solidarität (Danketsu) praktiziert werden. (2) die Gesamt - Interessen aller Menschen, die nur Besitzer blosser Arbeitskraft als Produktionsfaktor sind (60-80% der Bevölkerung etwa in Ländern wie Deutschland oder Japan), also wissenschaftlich formuliert der Klasse des Proletariats, müssen stets im Vordergrund sein. (3) Es ist von einer Unversöhnlichkeit der Interessen von Kapital und Arbeit auszugehen. (4) Es gilt die unmittelbare und direkte Solidarität (Danketsu) zwischen den zahllosen Segmenten dieser Klasse weltweit ständig zu erzeugen und zu verbreitern.

Berliner Solidaritätskomitee mit den Werktätigen in Japan

Am 11.10.2011 riefen 4 Gründungsmitglieder das Berliner Solidaritätskomitee mit den Werktätigen in Japan ins Leben. Ziel des Komitees ist die Schaffung zahlreicher Kontakte zwischen deutschen und japanischen gewerkschaftlichen Aktivisten (wobei gewerkschaftliche Aktivisten keineswegs etwa auf formale Mitglieder von Teilorganisationen etwa des DGB begrenzt ist). Dieser Blog hier (Danketsu-Blog) ist allerdings nicht nur einseitig auf deutsch-japanische Arbeitersolidarität ausgerichtet, sondern nahm von Anfang an auch Kurzmeldungen über Arbeitskämpfe aus anderen Teilen der Welt auf. Damit realisieren wir auch auf beste Weise, was ein zentrales Anliegen der japanischen Doro-Chiba ist: Schaffung einer weltweit miteinander vielfältig vernetzten klassenorientierten Arbeiterbewegung; Danketsu erzeugen und immer weiter verbreitern.

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Meldungen im Danketsu-Blog

Soweit es in unseren Möglichkeiten steht, veröffentlichen wir jede uns bekannt gewordene Meldung über Arbeits- und Arbeiterkämpfe, ohne Rücksicht darauf, von welchen politischen Kräften diese Kämpfe geführt werden. Unser Prinzip heisst Klassensolidarität, also Solidarität aller Menschen, die Besitzer blosser Arbeitskraft sind.

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