Samstag, 31. Dezember 2011

Informationen über die Arbeiterbewegung im Iran

Informationsblatt in deutscher Sprache über die aktuellen Ereignisse bezüglich der Arbeiterbewegung im Iran. Das Blatt wird monatlich herausgegeben.
Die Verfasser:
Wir bemühen uns, diese Nachrichten aus vertraulichen Quellen auszuwählen, um Ihnen einen Überblick der Situation der Arbeiter im Iran und deren Kampf für die Gerechtigkeit zu verschaffen.
Aktuelle Ausgabe:
http://www.supero.in/a/Iran-Arbeiterbewegung-Info-Ausgabe_18-Dezember2011.pdf
Solidaritätsverein mit der Arbeiterbewegung im Iran – Hannover
http://iran-arbeiterbewegung-info.blogspot.com/
Redaktions E-Mail Adresse: iran.arbeiter.info@googlemail.com
Vereins E-Mail Adresse: kanon.hannover@yahoo.de

Freitag, 30. Dezember 2011

Mail vom Solidaritätskomitee für die CFM-Beschäftigten

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

am Freitag, 09. Dezember 2011 wurde der Streik der CFM-Beschäftigten nach 89 Tagen beendet. 93,33% der Mitglieder der gkl Berlin und 81,76% der Mitglieder von ver.di stimmten für die Annahme einer Eckpunktevereinbarung, die dem Arbeitgeber in der 13-wöchigen Auseinandersetzung abgerungen wurde.

Sie enthält einen Mindestlohn von 8,50 € ab Mai, unter Beibehaltung aller Zuschläge in voller Höhe, und eine Einmalzahlung von 300 Euro mit der Abrechnung des Januarlohnes. Der Mindestlohn bedeutet für über 500 Beschäftigte eine spürbare Einkommensverbesserung.

Zusätzlich wurden die Urlaubstage für die Betriebstechnik von 24 auf 26 Tage im Jahr erhöht.

Weitere wichtige Punkte sind ein Maßregelungsverbot und die Verpflichtung der Geschäftsführung, im Januar 2012 Verhandlungen über einen Manteltarif aufzunehmen. Es besteht keine Friedenspflicht. Sollte die Geschäftsleitung ihre bisherige Blockadehaltung nicht aufgeben, können die Gewerkschaften jederzeit erneut zum Streik aufrufen.

Dieses Ergebnis wird von den Streikenden als ein erster Schritt in Richtung eines angemessenen Tarifvertrages gesehen, wenn auch bei weitem nicht ihre Forderungen erfüllt wurden. Die KollegInnen sind mit erhobenem Haupt an die Arbeit zurückgekehrt und bereiten sich nun darauf vor, im neuen Jahr in die nächste Runde der Auseinandersetzung zu gehen.

Die Streikenden konnten 89 Tage durchhalten, weil sie ihren Kampf als eine politische Auseinandersetzung gegen Billiglöhne und für Arbeitnehmerrechte verstanden. Dabei spielte die viele Solidarität aus anderen Betrieben, Gewerkschaften und gesellschaftlichen Gruppen eine entscheidende Rolle. Die bundesweiten und internationalen Solidaritätsadressen, die offene Streikversammlung am 07. November, auf der Redner anderer Betriebe auftraten, zwei Solidaritätsdemonstrationen und verschiedene Aktionen, haben Mut gemacht und Kraft zum Weiterkämpfen gegeben.
Dafür möchten wir Euch ein herzliches Dankeschön aussprechen!

Doch die Auseinandersetzung ist noch nicht vorbei. Nun versuchen die KollegInnen die gewerkschaftlichen Organisationen im Betrieb zu stärken, um bei einem möglichen neuen Streik besser aufgestellt zu sein. Sollte es wieder zum Streik kommen, wird auch wieder Solidarität wichtig sein.

Schon jetzt gilt es aber, die Spaltungsversuche der Geschäftsführung zurückzuweisen. Diese hat die Reinigungskräfte, trotz Drängens und zäher Verhandlungen durch die Verhandlungsführer von ver.di und gkl Berlin, von der Einmalzahlung ausgenommen. Begründet wird dies damit, dass die Reinigungskräfte Urlaubsgeld erhalten. Dahinter steckt aber der Versuch, die Belegschaft zu spalten.

Um die Kolleginnen und Kollegen des wichtigen Reinigungsbereiches nicht allein stehen zu lassen, hat die Streikleitung entschieden, Spenden zu sammeln, um eine Einmalzahlung für diese KollegInnen zu ermöglichen Daher rufen wir auch während des Januars dazu auf, weiter zu spenden.

Bitte organisiert Unterstützung oder spendet selbst auf folgendes Konto:
Förderverein Solidarität in Arbeit & Gesellschaft (SOAG)

Konto-Nr. 166249
BLZ 410 500 95
bei der Sparkasse Hamm

Solidarische Grüße

Sascha Stanicic

Solidaritätskomitee für die CFM-Beschäftigten

Donnerstag, 29. Dezember 2011

S-Bahn Management empört Kunden und Beschäftigte

Situationsbericht eines unbekannten S-Bahners zur Lage bei der Berliner S-Bahn und weiterführende Informationen dazu!
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Die Lokführer sind schuld!
Aus einer öffentlichen Mitteilung der S-Bahn Berlin GmbH, wurde ein alle Bereiche der S-Bahn übergreifender Zorn der Belegschaft gegen die Geschäftsführung. Wohl nicht erst ab diesem Zeitpunkt wurde den meisten Beschäftigten bei der Berliner S-Bahn klar, auf
welcher Seite sie sich befinden und wofür die Geschäftsführung der Berliner S-Bahn steht.
Dazu kam es, als am 17. und 18.12.2011 wieder einmal vermehrt Züge der Berliner S-Bahn ausfielen. Der Betrieb wurde auf ganzen Linien eingestellt. Als Ursache nannte die Pressestelle der S-Bahn Berlin GmbH die "kurzfristige Erkrankung von Triebfahrzeugführer". So wurde es auf der Homepage der Berliner S-Bahn präsentiert, von der S-Bahn auf Twitter verbreitet und so lief es auch über die U-Bahn Zugzielanzeiger bei der BVG. Busfahrer wiesen ihre Fahrgäste darauf hin, im Radio wurde es in allen Sendern ständig wiederholt und in den Zeitungen stand es auf Seite eins. Die Lokführer sind schuld ...

Ganz Berlin weiß nun, wer für Zugausfälle bei der S-Bahn verantwortlich zu machen ist.
Die Lokführer der S-Bahn sind schuld, wenn ein Zug nicht kommt und Anschlussverbindungen nicht erreicht werden. Und weil die Lokführer auf der Mehrzahl der Berliner S-Bahnhöfen die letzten verbliebenen Ansprechpartner für die Fahrgäste sind, kann der Frust und die Wut der Fahrgäste gleich am nächsten Lokführer ausgelassen werden.

Die S-Bahner müssen sich nun nicht nur während ihrer Arbeit beleidigen und demütigen lassen. Nein, auch im eigenen Familien- und Freundeskreis wird durch die öffentliche Schuldzuweisung der S-Bahn Unternehmensführung nun auch der letzte Lokführer an den
Pranger gestellt. Auch wenn ein Zug wegen defekter oder fehlender Fahrzeuge ausfällt, zukünftig sind in den Köpfen der Fahrgäste die Lokführer daran schuld. Und die Lokführer die noch nicht krank sind, können sich nur eine bestimmte Zeit lang den psychischen
Angriffen der Unternehmensführung und die leichtgläubiger Fahrgäste erwehren, bevor auch sie durch diesen Druck krank werden.

Erste mündliche Beschwerden der Lokführer bei den für die öffentliche Darstellung der Schuldzuweisung verantwortlichen Mitarbeiter in der Betriebszentrale der S-Bahn, wurden mit dem Kommentar abgewehrt, dass die Inhalte auf der Internetseite und in den anderen Medien der S-Bahn, mit der Pressestelle der S-Bahn und weiteren Führungspersonen so abgesprochen sind. So ist für die Lokführer schnell klar geworden, dass es sich um einen gezielten Angriff auf die Lokführer handeln muss. Gerade wohl auch aus dem Hintergrund, dass es nur wenige Tage zuvor Lokführer waren, die die Geschäftsführung der S-Bahn während einer Betriebsversammlung vor 400 S-Bahnern zur Rede gestellt haben.

Es waren dann auch Lokführer, die an die Geschäftsführung und den Betriebsrat der S-Bahn eine formelle Beschwerde geschickt haben, in der die Geschäftsführung aufgefordert wurde die wahren Ursachen für die Zugausfälle zu benennen. Eine verfehlte Personalpolitik der Geschäftsführung wurde in der Beschwerde deutlich genannt. Aber auch, dass der Zorn unter den S-Bahnern bei derartigen öffentlichen Anschuldigungen groß ist. Hinzu kam, dass die Beschwerde an die Geschäftsführung über Nacht an die Kolleginnen und Kollegen in fast allen Bereichen der S-Bahn verteilt wurde. So wurde auch der Betriebsrat informiert und aufgefordert eine Presseerklärung herauszugeben, in der er die Schuldzuweisungen der Geschäftsführung zumindest missbilligt. Als erste wirksame Maßnahme, um das Betriebsklima wieder herzustellen, wurde in der Beschwerde die Einrichtung eines runden Tisches der Beschäftigten, dem Betriebsrat und
den Geschäftsführern vorgeschlagen.

Eine erste Reaktion auf den Zorn der Beschäftigten und die Beschwerde sah so aus, dass der Geschäftsführer "Human Ressources" seine Schuldzuweisung bis dato aufrecht hält und der Betriebsrat keine Zeit für eine Presseerklärung hat. Die Reaktion der Lokführer war gleicher deutlicher Natur. Mit Entsetzen, Unverständnis und Wut nahmen diese die in einer internen Mitteilung der Geschäftsführung dargestellte Aufrechterhaltung der Anschuldigungen gegen sie wahr.

Daraufhin sprachen einzelne Lokführer von einer unheilbaren Begrenzung zur Geschäftsführung und selbst von einem möglichen Waffengebrauch. Die Gräben wurden durch die Geschäftsführung der S-Bahn gezogen. Die Presse sprach schon einen Tag vor den öffentlichen Anschuldigungen der Geschäftsführung von einem "kalten Streik" der Lokführer. Dieser ist nun zum kalten Krieg geworden.

Am 25.12. geschah es dann, dass wieder S-Bahn Linien in Berlin eingestellt wurden, Linien verkürzt fuhren und weitere Linien von Zugausfällen betroffen waren. Nun wurde inder Öffentlichkeit von "betrieblichen Gründen" und nur noch vom "Fahrermangel"
gesprochen. Doch ganz Berlin weiß nach den Schuldzuweisungen der S-Bahn Geschäftsführung wer schuld an den Zugausfällen ist. Noch vor Weihnachten, am Vormittag des 23.12., kam dann der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Rüdiger Grube, als Vermittler zu den Lokführern der S-Bahn an den Führerstand und
verteilte an sie Zuckerbrote in Form von Weihnachtsstollen. Nach der Peitsche der Geschäftsführung gab es nun Zuckerbrot vom DB Vorstand. So wird als nächstes wohl wieder die Peitsche der Geschäftsführung folgen. Doch dann werden die Lokführer sehr wohl schuld daran sein, wenn gar keine S-Bahnen mehr fahren.
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Beschwerde von S-Bahnern an den Arbeitgeber 17.12.2011:
http://bronsteyn.files.wordpress.com/2011/12/s-bahner-beschwerde-vom-17-12.pdf
Paula 7 aktuell 19.12.2011:
http://bronsteyn.files.wordpress.com/2011/12/paula7_aktuell_nr-30_kommunikation_zu_personalmangel_tf_in_c3b6ffentlichkeit.pdf
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weitere Informationen:
http://www.netzwerkit.de/Members/ManfredK/berliner-s-bahn/news20111218-002

Guangzhou/China: Arbeiter eines Zulieferbetriebes der Autoindustrie streiken wegen Kürzung der Jahresendprämie

Arbeiter der Aries Autoteile Fabrik (广州阿雷斯提汽车零配件有限公司)in der südchinesischen Stadt Guangzhou traten am 27. Dezember spontan in den Streik, nachdem das Management eine Kürzung der Jahreendprämie von 2 Monatslöhnen auf 1 ½ Monatslöhne angekündigt hatte. Die Kürzung erfolgte vor dem Hintergrund einer steigenden Inflation und angesichts einer regelmäßig auf 12 Stunden verlängerten Arbeitszeit. Die Arbeiter mußten in diesem Jahr jeden Monat 50 Überstunden leisten.
Trotz der Drohungen mit Entlassungen nahmen die Arbeiter die Arbeit am 28.12. nicht wieder auf.
In der Fabrik erstreikten die Arbeiter bereits im April eine Lohnerhöhung von umgerechnet 47$. Der Monatsverdienst beträgt dort zur Zeit etwa 522 $. Die Fabrik beschäftigt 1500 Arbeiter. Sie produziert hauptsächlich Teile für die japanische Autoindustrie. Die Prämienreduzierung wurde vom Management mit einem erdbebenbedingten Auftragsrückgang begründet. Die Arbeiter halten dem entgegen, daß 2011 derselbe Auftragseingang wie 2010 zu verzeichnen war.
Ein Videoclip findet sich hier:
http://www.youtube.com/watch?v=E-lALTKClmo&feature=plcp&context=C39ec81cUDOEgsToPDskLPRN3W_eHU_eX-sJ8QLoNh

D.E.

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Reza Shahabi beendet Hungerstreik

http://www.workers-iran.org/News/Reza%20Shahabi%20ended%20his%20hunger%20strike,10th%20Communiqu%E9%20from%20the%20Reza%20Shahabi%20Defence%20Committee,%20Dec%2022,%202011.htm
Hintergrundinfos:
http://auroranews.twoday.net/stories/fuer-die-bedingungslose-und-sofortige-freilassung-von-reza-shahabi-im/
http://danketsu.twoday.net/stories/symbolischer-hungerstreik-fuer-reza-shahabi/

Montag, 26. Dezember 2011

2 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Großbritannieen im Streik 30.11.2011

http://www.youtube.com/watch?v=BP5rDp6decU&NR=1&feature=endscreen

Samstag, 24. Dezember 2011

Solidarität mit den Metallern von Gebze! Schluß mit der Aussperrung durch die GEA!

Vor dem Düsseldorfer Hauptquartier der GEA Group haben am Mittwoch, dem 21.12. deutsche Gewerkschafter gegen die Mißachtung von Gewerkschaftsrechten und gegen die Aussperrung von Gewerkschaften in einem türkischen Tochterunternehmen der GEA-Group protestiert, der „GEA Klima Sanayi ve Tickert.A“. Aufgerufen zu der Aktion hatten zahlreiche Gewerkschaftsrepräsentanten u.a. der IG Metall, von verdi und der IG Bau. Teilgenommen hat auch die DIDF. Der Vorstand der IG Metall hat die Konzernspitze aufgerufen, Arbeiterrechte zu respektieren.

Labour Start hat am 28. November eine internationale Soli-Kampagne begonnen.

Bereits am 16. Dezember haben Vertreter der internationalen Metallgewerkschaftsbundes vor den Werkstoren des GEA-Tochterunternehmens gegen die Aussperrung demonstriert und die Streikposten unterstützt.

In Gebze, gelegen im Industriegürtel Istambuls in der Türkei, hat die Tochtergesellschaft der in Deutschland ansässigen GEA Group dort seit Juli 2011 62 Gewerkschafter ausgesperrt. Der Zutritt zum Betrieb wird den Mitgliedern der türkischen Metallgewerkschaft Birlesik Metal-IS seitdem verweigert.

Das Unternehmen, das mit dem Internationalen Metallgewerkschaftsbund eine Rahmenvereinbarung abgeschlossen hat, rechtfertigt die Aussperrung mit der Behauptung, die Arbeiter hätten zwischen 10.00 und 10.15 Uhr, zwischen 12.00 und 12.30 Uhr sowie von 15.00 bis 15.15 Uhr wild gestreikt. Bei diesen Zeiten handelt es sich um Pausenzeiten. Ein von der GEA selbst in Auftrag gegebenes Gutachten stellt fest, daß es keinen Streik gegeben hat. Dennoch – und obwohl die GEA offiziell das Recht ihrer Beschäftigten anerkannt hat, Gewerkschaften zu bilden, verweigert die GEA Verhandlungen mit der Birlesik Metal.

Die trotz eines Jahresumsatzes von 4, Milliarden Euro weithin wenig bekannte GEA Group hat ihren Sitz neuerdings von Bochum nach Düsseldorf verlegt. Die GEA Group ist heute einer der weltweit größten Systemanbieter für die Erzeugung von Nahrungsmitteln und Energie. Sie ist nach diversen Umstrukturierungen aus der seinerzeit in Frankfurt ansässigen und im Rohstoffhandel lange Zeit führenden Metallgesellschaft, hervorgegangen. Sie ist heute in ca. 50 Ländern präsent. 60 % ihrer Beschäftigten sind außerhalb der BRD tätig.

Die besonders seit den 80-er Jahren im Zuge der Globalisierung zu beobachtende Manie, Konzerne und Trusts umzubenennen und ihnen globalisierungskonforme neue Namen zu verleihen, hat einen für das Kapital höchst erwünschten Nebeneffekt: Sie erhöht die Anonymisierung des Großkapitals. Diese Anonymität entzieht die Praktiken solcher Konzerne der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Sie hilft den Konzernführern, in ihren Betrieben ohne alle Rücksicht eine Geschäftspolitik der gnadenlosen Profitmaximierung zu betreiben. Dazu gehört der Versuch, Gewerkschaften zu zerschlagen oder wenigstens zu schwächen und im Sinne der Aktionäre zu domestizieren.

Unterstützt die Soli-Kampagne!
Näheres findet sich hier:

http://www.labourstart.org/cgi-bin/solidarityforever/show_campaign.cgi?c=1167

Solidaritätsbotschaft Berliner S-Bahner an Officine Bellinzona

Wir S-Bahner aus Berlin haben eure Resolution vom 24.11.2011 erhalten und sehen uns in dieser Situation zu nichts anderem verpflichtet, als euch unsere uneingeschränkte Unterstützung und Solidarität zukommen zu lassen. Jeder Frontalangriff auf eure Arbeitsplätze, eure Löhne und auf eure Errungenschaften aus dem Jahr 2008, die ihr euch aufopferungsvoll erkämpft habt, ist ein Angriff auf alle Beschäftigte. Somit stehen wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln an eurer Seite, wenn es gegen die Pläne der SBB Cargo und für den Erhalt der Officine geht.
Da auch wir bei der Berliner S-Bahn von der Berliner Politik und von der Deutschen Bahn AG in die Situation gebracht wurden, für den Erhalt unserer Arbeitsplätze kämpfen zu müssen, ist aus der Betriebsversammlung bei der S-Bahn Berlin am 13.12.2011 ein Aktionsausschuss der Beschäftigten hervorgegangen, der den Widerstand der Beschäftigten bündeln und organisieren soll. Gegen die Pläne des Berliner Senats (der Berliner Landesregierung) und die Pläne der Deutschen Bahn AG, die S-Bahn Berlin zu zerschlagen und sie zu privatisieren. Für den Erhalt aller Arbeitsplätze und die Wiederherstellung der Berliner S-Bahn durch ein Sofortprogramm bis zum Jahr 2017.

Wir alle sehen uns immer mehr den Angriffen der Unternehmen ausgesetzt, deren Politik zunehmend auf die Gewinnmaximierung ausgerichtet ist und immer weniger die Belange und Interessen der Beschäftigten und ganzer Regionen wahrnimmt. Daher kann es nur eine Antwort auf diese Angriffe geben. Widerstand! Dazu ist es unwidersprochen wichtig, dass wir uns als Beschäftigte in den jeweiligen Unternehmen verbünden und einen geschlossenen, sowie grenzüberschreitenden Widerstand leisten. Da auch die Angriffe der Unternehmen und ihrer politischen Handlanger auf uns und unsere Grundbedürfnisse auf Arbeit, erträglichen Arbeitsbedingungen und gerechten Löhnen grenzüberschreitend sind.
Daher sprechen wir euch unsere uneingeschränkte Unterstützung und Solidarität in eurem Kampf für den Erhalt eurer Arbeitsplätze in der Officine aus, wie wir jede Unterstützung und Solidarität in unserem Kampf für den Erhalt jedes einzelnen der ca. 3500 Arbeitsplätze der Kolleginnen und Kollegen bei der Berliner S-Bahn und der S-Bahn Berlin als integriertes System der Daseinsfürsorge für Berlin u. Brandenburg und ihrer Bevölkerung brauchen.

Mit kämpferischen und solidarischen Grüßen
"Aktionsschuss 100% S-Bahn"
http://aktionsausschuss.blogspot.com/2011/12/solidaritatsbotschaft-liebe-kolleginnen.html

“Cold shutdown achieved” “Crisis resolved”, Noda administration shamelessly and brutally claims

Doro-Chiba Quake Report No.38

The government together with the TEPCO (Tokyo Electric Power Company) intends to restart nuclear plants and to export nuclear facilities in outright confrontation with angry uprising of people against nuclear plants.

Prime Minister Noda declared on December 16th that the Fukushima nuclear plant has entered the state of cold shutdown and that the “Step 2” of the road map for stabilizing the nuclear crisis has been accomplished. It is, however, a total deception to talk about “cold shutdown” only because the temperature within the reactors has fallen without knowing even the whereabouts of the nuclear fuels melted through the bottom of the pressure vessels. The real meaning of “cold shutdown” is a state of nuclear reactor, in which the reactor has become subcritical by the inserted control rods and the temperature is brought to a stable level below 200 degrees F (95 degrees C) by the help of normal coolant system after a certain lapse of time.

Moreover, the government forces the evacuees from the affected areas, which are suffering radiation under 20 mSv/y, to return to their home “because decontamination is completed and damages were already paid” and the nuclear crisis is finally “resolved”.
By this governmental policy, evacuees are compelled to suffer a high level radioactive exposure, nuclear plant workers are put under limitless exposure and the whole Japanese working people are forced to live under horrible contamination. It is a policy of slow mass murder.

Fukushima nuclear disaster is a super catastrophe in a world-scale.
Stop all nuclear plants in the world immediately by the united power of the international working people’s solidarity!
For the right of Fukushima people to evacuate!
Let’s construct our own clinic to defend children of Fukushima!

December 10th Rally successfully carried out

5,500 people gathered to the December 10th “Goodbye to Nuclear Power Plants” Rally in Hibiya Open-air Stage in Tokyo.

Mr. Ryuichi TAKENAKA, president of Fukushima Teachers’ Union, called upon the big audience, “I wonder what has really changed in Japanese society since March 11th. A fundamental change must take place. Otherwise children have no future. Let’s gather our power to change Japan!” “On March 11th next year we are holding Fukushima People’s Rally in the Kaisei Ball Stadium in Koriyama City, Fukushima Prefecture, to send a message from Fukushima to allover Japan and to make an appeal to share our cause and aspiration in the disaster-stricken area. Please join us!”


Doro-Mito has been Fighting Militantly to Make the Strong Unity with Young Workers

Shin’ichi TSUJIKAWA
Vice-president of National Railway Motive Power Union of Mito (Doro-Mito)

We have been experiencing the age of global economic crisis, unemployment and war. On top of it, we are struggling with the huge earthquake on March 11 and the subsequent nuclear accident. Now, it is essential for us to make clear our fundamental understanding: Japan is a class society; and the capital and the working class have entered into a fierce phase of life-and-death class struggle.

The Democratic government supported by the Japanese Trade Union Confederation (Rengo) has lifted restrictions on so-called Emergency Evacuation Preparation Zone which was set up for areas 20 to 30 kilometer radius from the Fukushima Daiichi Nuclear Power Plant. This was done with the intention of the Japanese bourgeoisie, Japan Business Federation, to elude responsibility for radiation exposure of people in 100 to 200 kilometer radius and promote the restarting of nuclear power plants at any cost. The situation is boiling down to the harsh confrontation between the state and the working class on the nuclear issue. Obviously, the Japan Railway (JR) capital is taking a lead in this struggle. “If the government says it’s safe, it’s safe”—the JR capital has consistently repeated such irresponsible remarks without measuring radiation contamination at all nor even making window-dressing effort: so-called “decontamination”.

Doro-Mito has decided to fight decisively against the JR capital that tried to force us to work exposed to heavy contamination. We waged strikes and signaled the people the risk of radiation. It has become a social issue and the JR capital was finally obliged to measure the radiation dose of the stations within 30 km zone and the contaminated train K544. A young worker responded to our call and joined our union to stand up with us. We won our struggle and stopped all the work of inspection and cleaning of this contaminated train.

But the JR Company keeps insisting that the radiation dose of the train is not particularly high. And along with the government, it has issued declaration of safety again and again to the residents living in this area trying to shrug off its irresponsibility as a company of public transportation. This, however, did not prove the safety of the train but only revealed the seriousness of the radiation contamination of both the area and the facilities of the JR. Furthermore the JR announced a plan to reopen its operation of one segment in the 30 km Exclusion Zone within this year. What is the purpose of JR capital to reopen operation of just one segment in such a heavyweight way by forcing workers to expose radiation? They intend to take a leading role to actively promote the government’s safety declaration and become a savior of the government and the TEPCO who are striving to cut off compensation money. To be a savior of the government and the TEPCO exactly means to work as a mass murderer of working class and residents including Fukushima people.

How our union could get a young leader and what the deepest power of our union is to win the organizing battle.

We can surely fight back against such attack of JR capital if the workers of JR rise up with the determination to live as a true human being and to make unity and solidarity with working class and people. Young workers have such splendid power to boldly protest against the authority. Because they are working in the front lines in their workplaces being forced to expose to radiation.

But the co-opted unions such as JR East Union and Kokuro (National Railways Workers' Union) are blocking this “revolt” of young workers and defending the JR capital. The 23-year-old young worker who recently joined Doro-Mito had to fight against the severe pressure of such union leadership at his workplace. Even a member of Kokuro who is known as a “reliable and impartial person” said to him, “You can join any union except Doro-Mito”. What on earth does it mean? They are not protecting young workers as their colleagues but protecting themselves. What have they done so far? They have been preserving the cozy relationship with the JR capital. If they admit a young worker to become a member of Doro-Mito, it would lead to their self-denial.

The criterion of all of our struggles is not their immediate results but strengthening of our class unity. It will be accomplished through building up leading characters by class-conscious workers themselves. This young worker who recently joined us in rising up during the struggle of Doro-Mito to defend his fellow young workers from radioactive exposure has earned class recognition as a leader for a new stage of Doro-Mito.

We are now getting into an unpredictable age of history. Relying only on the strong unity and organizing power of our union members, we are boldly stepping into the era with confidence. On the other hand, preserving cozy relationship with the co-opted unions, the bourgeoisie are fighting a defense battle, evading their responsibilities and justifying themselves for the catastrophic development. They are still embracing the illusion that this world would continue forever. At this very point we have a firm ground of victory. And the most militant and class-conscious young workers who have profound anger are now rising up with us.

Our fundamental fight-back against the Division and Privatization of National Railways has started!

I was transferred to a workplace which was quite different from my original job as a result of the Division and privatization of National Railways. For these twenty three years I had been thinking of getting back to my original railway job, that is reinstatement as soon as possible until at last I recently won a battle to return to my original job. To say paradoxically, my task now is to prove that the policy of the JR capital was a “right decision” from the class standpoint of to purge me and the members of Doro-Mito with an aim of eliminating class struggle in railway workplaces. This aim will be crushed by my struggle to fundamentally fight-back against the Division and privatization of National Railways and to bring back class struggle in my workplace in which I have got reinstated.

I had an occasion to have such a conversation with our new young leader: “Why are the JR Company and the JR East Union afraid of you and Doro-Mito?” “You see, you are here. You have become a member of Doro-Mito. That is the answer.” We have got him on our side and our union has entered into the second stage for the development of our union. With him in the lead, we strive hard to enroll all young workers in our workplaces in Doro-Mito. Our great leader Hiroshi NAKANO, the former president of Doro-Chiba who died two years ago, would surely feel happy about it.

Schockierendes Video aus Kasachstan


Hintergrundinformation:
http://auroranews.twoday.net/stories/brutale-polizeiangriffe-auf-demonstrierende-arbeiter-in-kasachstan/
http://www.labourstart.org/cgi-bin/show_news.pl?country=Kazakhstan&langcode=en

Freitag, 23. Dezember 2011

Symbolischer Hungerstreik für Reza Shahabi

Seit mehr als 19 Monaten ist Reza Shahabi, Vorstandsmitglied und Schatzmeister der Busfahrergewerkschaft Vahed, in Gefangenschaft.
Er ist am 22. November 2011 zum zweiten Mal seit seiner Verhaftung gegen die Fortführung seiner unbegründeten Gefangenschaft und trotz einer hinterlegten Kaution in den Hungerstreik eingetreten.
Seit 12. Juni 2010 ist Shahabi im Teheraner Evin-Gefängnis.wegen der Verteidigung und Einforderung seiner Rechte und die anderer Arbeiter, wie das Recht auf die Bildung von unabhängigen Arbeiterorganisationen und für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen für die Arbeiter, inhaftiert.
Shahabi leidet unter diversen Krankheiten und muss an der Wirbelsäule notoperiert werden, weil sonst mit einer Lähmung seiner linken Körperhälfte zu rechnen wäre.
Behnam Ebrahim Zadeh, Arbeiteraktivist und Kinderrechtler, der ebenfalls wegen falscher Anschuldigungen seit 16 Monaten in Evin-Gefängnis festgehalten wird, ist seit 12. Dezember in Solidarität mit Reza Shahabi in einen Hungerstreik eingetreten.
Wir, einige Mitglieder der Solidaritätsvereine mit der Arbeiterbewegung im Iran- im Ausland, werden in einem mehrstündigen symbolischen Hungerstreik am 27.12.2011 auf dieses große Unrecht aufmerksam machen. Mit dieser Aktion wollen wir auf das Schicksal der inhaftierten Arbeiteraktivisten und Gewerkschafter in Iran wie Reza Shahabi, Ali Nejati, Behnam Ebrahim Zadeh und Ebrahim Madadi usw. aufmerksam machen und ein Zeichen für die Solidarität mit ihnen setzen.
Wir rufen alle Menschen mit sozialem Gewissen auf, uns hierbei zu unterstützen.
Reza Shahabi und alle anderen gefangenen Arbeiter müssen bedingungslos und
sofort freigelassen werden!
Ort: Deutsche Welle
Multi-Media-Redaktion Farsi
Kurt-Schumacher-Str. 3 / 53113 Bonn
Erfolgreich seien die Kämpfe der Arbeiter!

Datum: 27.12.2011
Beginn: 08:00 Uhr

Solidarity Committee with Iranian Workers Movement- Australia - proletarianunite@gmail.com
Committee in Support of Workers in Iran – Toronto, Canada - toronto_committee@yahoo.ca
Solidaritätsverein mit der Arbeiterbewegung im Iran – Hamburg - kargar61@web.de
Committee of Socialist Solidarity with Iranian Workers – France - sstiran@yahoo.fr
Association of Solidarity with Iranian Workers – Frankfurt and
Suburb, Germany kanoonhf_2007@yahoo.de
Solidaritätsverein mit der Arbeiterbewegung im Iran – Hannover kanon.hannover@yahoo.de
Iranian and Swedish Workers' Solidarity Committee- Sweden isask@comhem.se
Association of Solidarity with Iranian workers, Guttenberg ,Sweden kanounhambastegi@gmail.com
Jamal Cherq-Veisi Worker Association info@ijewa.com
Workers Solidarity Network iranwsn@fastmail.fm
Iranian left Alliance – Washington, USA leftalliance@yahoo.com
Association of Solidarity with Iranian and Canadian Workers -kanonhambastagi@gmail.com

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Für die bedingungslose und sofortige Freilassung von Reza Shahabi im Iran

Reza Shahabi war an dem Busfahrer-Streik in Teheran vor 6 Jahren führend beteiligt. Gegen seine damalige Entlassung aufgrund seiner Aktivität ging er erfolgreich gerichtlich vor und wurde wieder eingestellt.

Im Juni 2010, nur wenige Wochen, nachdem er wieder angefangen hatte zu arbeiten, wurde er erneut verhaftet, aber unter sehr fragwürdigen rechtlichen Bedingungen.
Gegenwärtig befindet er sich im Gefängnis im Hungerstreik.
Seine Unterstützer rufen zu einer Petition zu seiner Freilassung auf und bitten um Unterstützung.
Bekanntgabe der Gründung des "Komitees für die Verteidigung von Reza Shahabi"
Kopie an: ArbeiterInnen, Gewerkschaften, Medien-und Justizzuständige
ArbeiterInnen, Menschen mit sozialem Gewissen!
Reza Shahabi, ein Arbeiter-und Vorstandsmitglied der Teheraner Busfahrer-Gewerkschaft „Vahed“ ist seit 12. Juni 2010 wegen der Verteidigung und Einforderung seiner Rechte und die der anderen Arbeiter im Teheraner Evin-Gefängnis inhaftiert.
Zusätzlich zur schweren Erkrankung seiner Niere und Leber leidet er unter folgenschweren Wirbelsäulenproblemen und er ist auf der linken Seite seines Körpers gefühllos, was nach Angaben der Ärzte ohne eine baldige Operation zur Lähmung seiner linke Körperhälfte führen könnte.
Die letzten 19 Monate haben seine Familie und Kinder unter schlimmsten psychischen, physischen und wirtschaftlichen Bedingungen verbracht. Wir, seine Familie, kontaktierten und schrieben immer wieder ohne Ergebnis an die Verantwortlichen bei der Justiz und andere Behörden. Reza ist noch immer im Gefängnis, seine Situation unsicher und sein Leben in Gefahr.
Aus Protest gegen diese Situation ist Reza seit 22. November in einen Hungerstreik eingetreten.
Wir haben während der letzten 19 Monate alle Anstrengungen für seine Freilassung unternommen, aber er ist immer noch eingesperrt und in sehr kritischem Zustand.
Reza glaubt, dass die Arbeiter sich nur auf die Solidarität der Arbeiter verlassen sollten und hat sich immer dafür eingesetzt.
Wir, die Familienangehörigen und Verwandten von Reza Shahabi unterstützen Reza und seine Auffassung, strecken unsere Hände aus für die Hilfe der Arbeiter, Arbeiteraktivisten und bitten alle, jede Anstrengung für seine bedingungslose und sofortige Freilassung zu unternehmen.
Hiermit geben wir die Gründung des "Komitees für die Verteidigung von Reza Shahabi" bekannt und bitten alle, die Mitglied dieses Komitees werden wollen oder es unterstützen wollen, uns zu kontaktieren:
k.d.shahabi@gmail.com
http://k-d-shahabi.blogspot.com

"Komitee für die Verteidigung von Reza Shahabi" - 3 Dezember 2011
Shirin Shahabi - Mohammad Amin Shahabi - Robabeh Rezai - Maryam Ghassemlou - Nader Naderi - Hamid Rezai - Zahra Shahabi - Bahman Shahabi - Mehdi Shahabi - Asgar Shahabi - Qasim Shahabi

Weiterführende Informationen:
http://auroranews.twoday.net/stories/fuer-die-bedingungslose-und-sofortige-freilassung-von-reza-shahabi-im/
http://www.gopetition.com/petitions/immediate-unconditional-release-of-reza-shahabi.html
http://iran-arbeiterbewegung-info.blogspot.com/2011/11/reza-shahabi-und-erneuter-hungerstreik.html
http://iran-arbeiterbewegung-info.blogspot.com/2011/12/bekanntgabe-der-grundung-des-komitees.html

Danketsu Blog

Internationale Kurznachrichten zu Arbeits- und Arbeiterkämpfen. Inspiriert von der japanischen Eisenbahnergewerkschaft Doro-Chiba

Danketsu

Das japanische Wort "Danketsu" bedeutet wörterbuchmässig übersetzt "Solidarität". Wie aber so oft hat das japanische Wort in der japanischen Sprache selbst eine noch viel komplexere Bedeutung, etwa im Sinne des Wahlspruchs der 3 Musketiere aus Alexander Dumas Roman: "Einer für alle! Alle für einen!"

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Klassenorientierte Arbeiterbewegung

Die Schaffung und Verbreiterung einer internationalen klassenorientierten Arbeiterbewegung ist ein Ziel der kämpferischen Eisenbahnergewerkschaft Doro-Chiba in Japan. Dies bedeutet unter anderem: (1) Arbeits- und Arbeiterkämpfe dürfen niemals sektoriell, kulturell, ethnisch oder national isoliert und eingegrenzt bleiben. Über alle diese (letztlich künstlichen) Grenzen hinweg muss Solidarität (Danketsu) praktiziert werden. (2) die Gesamt - Interessen aller Menschen, die nur Besitzer blosser Arbeitskraft als Produktionsfaktor sind (60-80% der Bevölkerung etwa in Ländern wie Deutschland oder Japan), also wissenschaftlich formuliert der Klasse des Proletariats, müssen stets im Vordergrund sein. (3) Es ist von einer Unversöhnlichkeit der Interessen von Kapital und Arbeit auszugehen. (4) Es gilt die unmittelbare und direkte Solidarität (Danketsu) zwischen den zahllosen Segmenten dieser Klasse weltweit ständig zu erzeugen und zu verbreitern.

Berliner Solidaritätskomitee mit den Werktätigen in Japan

Am 11.10.2011 riefen 4 Gründungsmitglieder das Berliner Solidaritätskomitee mit den Werktätigen in Japan ins Leben. Ziel des Komitees ist die Schaffung zahlreicher Kontakte zwischen deutschen und japanischen gewerkschaftlichen Aktivisten (wobei gewerkschaftliche Aktivisten keineswegs etwa auf formale Mitglieder von Teilorganisationen etwa des DGB begrenzt ist). Dieser Blog hier (Danketsu-Blog) ist allerdings nicht nur einseitig auf deutsch-japanische Arbeitersolidarität ausgerichtet, sondern nahm von Anfang an auch Kurzmeldungen über Arbeitskämpfe aus anderen Teilen der Welt auf. Damit realisieren wir auch auf beste Weise, was ein zentrales Anliegen der japanischen Doro-Chiba ist: Schaffung einer weltweit miteinander vielfältig vernetzten klassenorientierten Arbeiterbewegung; Danketsu erzeugen und immer weiter verbreitern.

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Zuletzt aktualisiert: 10. Jul, 03:08

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Web Counter-Modul (seit 12.10.2011)

Meldungen im Danketsu-Blog

Soweit es in unseren Möglichkeiten steht, veröffentlichen wir jede uns bekannt gewordene Meldung über Arbeits- und Arbeiterkämpfe, ohne Rücksicht darauf, von welchen politischen Kräften diese Kämpfe geführt werden. Unser Prinzip heisst Klassensolidarität, also Solidarität aller Menschen, die Besitzer blosser Arbeitskraft sind.

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