Mittwoch, 10. Juli 2013

Starke Gewerkschaften sind der Schlüssel für sichere Arbeitsplätze in Bangladesh - Unterstützt die Kampagne

Die Katastrophe vom Rana Platz am 24. April, bei der mehr als 1.000 Arbeiter/innen aus Bangladesh ihr Leben verloren, hat die Welt erschüttert.

Ich schrieb euch damals und bat um Unterstützung, Druck auf die Regierung von Bangladesh auszuüben, damit diese "dringend Maßnahmen ergreifen, um die Koalitionsfreiheit sicherzustellen, den Bau- und Brandschutz zu verbessern und für Mindestlohn für die mehr als 3 Millionen Textilarbeiter/innen in Bangladesh."

Wir haben mehr als 14.000 Nachrichten verschickt und - zusammen mit anderen Kampagnen - wurden unsere Stimmen gehört. Ein historisches Abkommen wurde von weltweit führenden Textilunternehmen und den Gewerkschaften unterzeichnet, mit dem Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz verbessert wird.

Aber unsere Forderung an Bangladesh nach Koalitionsfreiheit wurde noch nicht vollständig realisiert.

Der Schlüssel für sichere Arbeitsplätze sind starke Gewerkschaften.

Bangladesh muss das Arbeitsrecht verändern und Gewerkschaften erlauben, ihren Job zu machen - und sie müssen das Gesetzt jetzt ändern.

Der Internationale Gewerkschaftsverband ruft weltweit zur Unterstützung dieser Online-Kampagne auf, die eine Veränderung des Arbeitsrechts von Bangladesh fordert.

Bitte nehmt euch einen Moment Zeit und sendet eure Nachricht an den Ministerpräsidenten von Bangladesh:

http://www.labourstartcampaigns.net/show_campaign.cgi?c=1875

Und bitte leitete diese Mail auch an eure Freunde, Familie und andere Gewerkschafter/innen weiter.

Vielen Dank,

Eric Lee

Mittwoch, 26. Juni 2013

Gegen den Schulterschluss von Gewerkschaften und Militär

Gegen den Schulterschluss von Gewerkschaften und Militär.

Beteiligt euch an dem Protest bei der DGB-Bundesvorstandssitzung
am 2. Juli, ab 9.30 Uhr, Hackescher Markt in Berlin.

“Wir widersprechen!”

... Wie ihr seht, haben Hunderte von Kolleginnen und Kollegen in
ver.di, in der IG Metall, in der GEW und zahlreichen anderen
Gewerkschaften ihrer Empörung und ihrem Entsetzen über den
Schulterschluß zwischen Kriegsminister Thomas de Maiziere und DGB-Chef Michael Sommer eine Stimme und ein Gesicht gegeben und bundesweit diesen Aufruf der Frauenfriedenskonferenz aktiv unterstützt.

Nicht nur in ihren Gliederungen, Vertrauensleute- und
Betriebsratsgremien, in ihren Betrieben und Diensstätten etc. haben sie klar und deutlich Stellung bezogen, daß Michael Sommer hier nicht auf dem Boden gewerkschaftlicher Beschlüsse steht, geschweige denn ihre Interessen vertritt:
Kriegshändel sind mit den Kolleginnen und Kolleginnen und den
Belegschaften nicht zu machen, auch und gerade, wenn es um ihre
Arbeitsplätze geht! (…) Eine befriedigende Antwort auf die gegen ihn erhobenen Vorwürfe vermochte Michael Sommer bisher nicht zu geben.
Statt dessen wurde von der “Abteilung Grundsatzangelegenheiten und Gesellschaftspolitik” in seinem Auftrag ein belehrendes und
beschönigendes Statement u.a. auch an die Frauenfriedenskonferenz geschickt, das in keinster Weise ernsthaft auf die in unserem Aufruf erhobenen Vorwürfe eingeht – mit diesem Schreiben bzw. Auszügen davon wird offenbar routinemäßig ein jeder beschieden und abgewimmelt, der
sich an Michael Sommer mit der Bitte um eine Stellungnahme bzw.
Rücknahme der Äußerungen wendet.

http://www.labournet.de/category/interventionen/kriege/

27.06 – Gegen Prekäre Arbeitsbedingungen in der Böll-Stiftung Leiharbeit abschaffen!

Hallo liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
liebe Freunde,

recht kurzfristig möchte wir euch mit dieser Infomail noch über eine Kundgebung der KollegInnen der FAU Berlin gegen Leiharbeit bei einer Partei-Stiftung am Donnerstag informieren. Wir freuen uns natürlich über eine Weiterverbreitung und Teilnahme von euch!

Solidarische Grüße
Klassenkämpferischer Block Berlin


Kundgebungshinweis: 27.06 – Gegen Prekäre Arbeitsbedingungen in der Böll-Stiftung � Leiharbeit abschaffen!

Donnerstag, den 27.06.2013 // 18:30 Uhr // Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8 (U6 Oranienburger Tor) // Veranstalter: FAU – Allgemeines Syndikat Berlin

Seit Jahren wächst der prekäre Beschäftigungssektor in Deutschland. Durch atypische Beschäftigungsverhältnisse werden dabei nicht nur Löhne gedrückt, sondern auch die Rechte von Lohnabhängigen immer weiter eingeschränkt. Besonders augenfällig ist dies im Bereich der Leiharbeit: Binnen zehn Jahren hat sich die Zahl der Leiharbeiter_innen in Deutschland auf mittlerweile rund 900.000 verdreifacht.

Weiter lesen: http://klassenkampfblock.blogsport.de/2013/06/25/kundgebungshinweis-27-06-gegen-prekaere-arbeitsbedingungen-in-der-boell-stiftung-leiharbeit-abschaffen/

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KLASSENKÄMPFERISCHER BLOCK BERLIN

* Selbstverständnis: http://klassenkampfblock.blogsport.de/selbstvertaendnis/

* Mail: klassenkampfblock@gmx.net // * Internet: http://klassenkampfblock.blogsport.de
* Post: Klassenkämpferischer Block Berlin, C/o RSB Berlin Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin

Montag, 24. Juni 2013

Doro Chiba Erdbeben Report Nr 54

(Leider nur in englisch, da ich gerade keine Zeit habe zum Übersetzen)
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Dear friends all over the world,

Please find attached the DCQR No. 54.

Abe administration is intent to expand its plan of nuclear plant export to the various countries of the world with its shameless and flattering demagogy; “Japan can offer you the world’s safest nuclear power plant technology backed by its recent experiences.”
Things are not half as shaking down, but meltdowns are still going on in the wrecked Fukushima Daiichi Nuclear Power Plant and nobody knows where the molten fuel is located.

Now is the time class struggle labor movement achieves a solid link with anti-nuclear power plant movement.
Let’s enhance international solidarity for an overwhelming development of the struggle against nuke together with the workers all over the world!

In Struggle and Solidarity,

International Labor Solidarity Committee of Doro-Chiba
Secretary Treasurer
H. Yamamoto
http://www.doro-chiba.org/english/english2.htm
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Doro-Chiba Quake Report
June 23. 2013/ issue 54

International Labor Solidarity Committee of Doro-Chiba (National Railway Motive Power Union of Chiba)
Abe and Hollande are merchants of death
Let’s rise up to achieve a historical upsurge of anti-nuke struggle!
June 2013
International Labor Solidarity Committee of Doro-Chiba
Anti-Nuke Rally in Tokyo on June 2 raised an angry voice against the Abe administration, which is desperately driving a policy to promote nuclear power in restarting operation of nuclear power plants at home and in exporting the same abroad. The rally expressed its determination, “We shall never permit the merchants of death to restart and export nuclear power plants”.
Abe administration is intent to expand its plan of nuclear plant export to the various countries of the world ranging from the Asia, Middle East, Latin America and Middle and Eastern Europe. “Japan can offer you the world’s safest nuclear power plant technology backed by its recent experiences”, with this shameless and flattering demagogy, a series of agreements of cooperation on nuclear technology have been signed between Japanese government and many countries: on May 3 with Erdogan of Turkey over nuclear power plant export, on May 29 with Singh of India over the early conclusion of Japan-India Nuclear Agreement.
Further French President Hollande on June 7 during his visit in Japan agreed with Abe to launch cooperation in the field of nuclear power plant promotion and development of weapons. Japan-France Joint Declaration was published to elaborate the plan of cooperation in promoting nuclear fuel recycle as well as nuclear power plant building and export, with a concrete wording, “We agreed upon cooperating in developing the nuclear power plant with safety and less nuclear waste”.
Abe refuse to face stern reality
Things are not half as shaking down, but meltdowns are still going on in the wrecked Fukushima Daiichi Nuclear Power Plant and nobody knows where the molten fuel is located. It is anticipated that the growing contaminated water will finally overflow impounding facilities. No result of investigation has given what caused the nuclear plant catastrophe, earthquake vibration or tsunami, as yet. This grinding reparation work is impossible without the daily activity of workers in mostly irregular employment, who are risking their lives in terrible working conditions exposed to very high level of radiation.
As many as 160,000 people of Fukushima prefecture have been driven out from their native towns and villages, and vast numbers of people inclusive of children are forced to experience to live in high-radiation areas. The government and the Tokyo Electric Power Company (TEPCO) evade responsibility for the disaster and shamelessly profess that the diffused radioactive materials from the nuclear power plants are res nullius—nobody’s property--and, therefore, they are exempt from any kind of responsibility for the damage they cause.
Abe refuse to face stern reality. He is trying to play down the seriousness of the nuclear power plant catastrophe and to black out the ongoing tragedy of Fukushima completely. It’s really unforgivable!
Stop restart of the Rokkasho nuclear fuel reprocessing plant and the Monju fast-breeder reactor
Abe and Hollande agreed upon the restart of the Rokkasho nuclear fuel reprocessing plant in Aomori Prefecture and signed a memorandum over the cooperation of Japan Nuclear Fuel Ltd. and Areva SA of France in reopening of its operation planned in October. The resumption of Japan-France cooperation in preparatory work to restart Monju, the fast-breeder reactor in Fukui Prefecture, now out of operation is also confirmed in the memorandum.
Underlying intention of Abe’s policy of promoting nuclear fuel cycle is to produce and pile up weapon grade plutonium as a means of nuclear armament of Japan. A large sum of money is already poured for this purpose, about one trillion Yen ($ ten billion) and well over two trillion Yen ($ twenty billion) for the development of Monju and Rokkasho respectively. Not always provided with a definite successful plan, Abe administration is desperately rushing its nuclear military policy by means of “Japan-France cooperation”.
French and Japanese imperialism share a common plot of thrusting the whole world into a war for their respective interest: France is totally engaged in a series of aggressive wars in Africa and Japan is in a harsh military confrontation against North Korea and China, trading blows with the U.S.
Scrap all the nuclear power plants of the world by international solidarity
The Nuclear Regulation Authority (NRA) published on June 19 “new safety requirements” for reactors, a totally deceptive attempt to pretend of preventing disaster, with an apparent aim of encouraging restart of nuclear power plants now out of operation. Immediately after this, four major nuclear power utilities promptly filed for safety screening as a first step for restarting of 12 reactors at six plants.
Now is the time class struggle labor movement achieves a solid link with anti-nuclear power plant movement. Organizing workplace activities into Nationwide Movement of National Railway Struggle will vigorously promote this development.
Let’s gather for the historical success of Tokyo Rally of NAZEN on July 11, and August Hiroshima and Nagasaki Rallies against war and nuke.
Let’s enhance international solidarity for an overwhelming development of the struggle against nuke together with the workers of Germany, Australia, France, Britain, Turkey, India, Korea, Taiwan and USA and all over the world!
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Japan, France to also consider cooperating on defense equipment
Abe, Hollande reach deal to push nuclear technology
June 8, Japan Times
by Mizuho Aoki, Staff Writer
French President Francois Hollande and Prime Minister Shinzo Abe agreed Friday to deepen cooperation on developing and exporting nuclear power plant technologies, and to strengthen security ties.
In a joint statement following their summit in Tokyo, the two leaders agreed to arrange talks between their foreign and defense ministers, commonly known as two-plus-two talks, to discuss joint development of defense equipment as well as exporting such items overseas. read more

Radioactive mud in Fukushima school pools tops 100,000 becquerels
April 22, 2013
THE ASAHI SHIMBUN
By MASAKAZU HONDA/ Staff Writer
FUKUSHIMA—Radioactive cesium levels exceeding 100,000 becquerels per kilogram were measured in mud accumulated at the bottom of swimming pools at two high schools in and around Fukushima city.
Mud in the pool of a third high school in Minami-Soma, which is closer to the crippled Fukushima No. 1 nuclear plant, showed at least 8,000 becquerels per kilogram.
…The Asahi Shimbun also obtained mud from the two schools with the consent of principals and vice principals. The test results showed 119,461 becquerels for the high school pool outside the prefectural capital and 8,468 becquerels for the pool in Minami-Soma. read more

Fukushima No. 1 can’t keep its head above tainted water
Japan Times
by Reiji Yoshida, Staff Writer
May 21, 2013
More than two years into the triple-meltdown crisis at the Fukushima No. 1 power plant, workers continue to wage a desperate battle to keep the stricken reactors cool while trying to contain the 400 tons of radioactive water produced by the process each day.
Tokyo Electric Power Co. must decommission the three reactors, but the water is thwarting the effort. The decommissioning, if it ever starts, will take decades.
Here are some questions and answers on the encroaching problem and its implications for public health and the environment: read more

Flow of Tainted Water Is Latest Crisis at Japan Nuclear Plant
New York Times
By MARTIN FACKLER
April 29, 2013
TOKYO — Two years after a triple meltdown that grew into the world’s second worst nuclear disaster, the Fukushima Daiichi nuclear power plant is faced with a new crisis: a flood of highly radioactive wastewater that workers are struggling to contain.
Groundwater is pouring into the plant’s ravaged reactor buildings at a rate of almost 75 gallons a minute. It becomes highly contaminated there, before being pumped out to keep from swamping a critical cooling system. A small army of workers has struggled to contain the continuous flow of radioactive wastewater, relying on hulking gray and silver storage tanks sprawling over 42 acres of parking lots and lawns. The tanks hold the equivalent of 112 Olympic-size pools. read more


You can find the archive of Doro-Chiba Quake Report here: http://dorochibanewsletter.wordpress.com/

Montag, 17. Juni 2013

Proteste in Griechenland

+++ weitergeleitet +++



Datum: Thu, 13 Jun 2013 17:39:07 +0200

Hallo,

ein paar Eindrücke für Euch aus der besetzten öffentlich-rechtlichen Rundfunkzentrale des ERT in Athen.

Heute hat hier im Nordosten Athens, vor der Zentrale des
öffentlich-rechtlichen Rundfunks ERT, parallel zum ausgerufenen
Generalstreik, eine Großkundgebung stattgefunden. Für 12 Uhr war dazu aufgerufen, schon vor 12 Uhr waren die breiten Straßen und Plätze um die ERT-Zentrale voll. Ihr findet im Anhang ein schönes Foto, von der Seite www.left.gr (auch so ein Syriza-Projekt). Die Kundgebung, die sich jetzt zerlaufen hat, war ein großer Erfolg, sagen die Leute hier. Man hört oft, dass nach den in letzter Zeit eher vereinzelten Kämpfen (Metroarbeiter, Lehrer), denen ja sehr repressiv begegnet wurde, hier wieder etwas Großes hochgekocht ist. Die Bewegung auf der Straße ist
wieder da. Mal sehen, wie lange sie durchhält.

Der Generalstreik aber war so lala erfolgreich, ist mein Eindruck: es haben wohl die Leute vom öffentlichen Nahverkehr gestreikt, ein großer Teil der privaten Medien und Journalisten, wohl auch z.T. Beschäftigte an den Flughäfen - aber in der Athener Innenstadt soll man es kaum bemerkt haben (wir sind ja hier einige Kilometer vom Zentrum entfernt).
Dafür aber sind wohl selbst relativ kleine Radiostationen von ERT, die im Land verstreut sind, seit Dienstag besetzt. Ein Journalist hier berichtete davon, dass in der Stadt Yanena, in Nordgriechenland, z.B. 300-500 Leute eine Station besetzt hätten, in der gerade mal 4
Radiobeschäftigte arbeiten.

Die Situation derzeit hier in Athen: die Besetzung läuft weiterhin sehr gut. Tagsüber, v.a. ab dem späten Nachmittag strömen die Leute hier verstärkt auf das Gelände; dann sind es sicher mal so 2.000-3.000. Nachts immer noch einige Hunderte. Im Rundfunkgebäude steht die ganze Infrastruktur und ständig wuseln Hunderte von Leuten durcheinander. Vor dem Gebäude, das weitflächig umzäunt ist, sind etliche Sendewagen
aufgebaut und es gibt natürlich das ganze hervorragende technische Equipment, um Tag und Nacht hier mit Programm den gesamten Platz und die Nachbarschaft zu beschallen. Draußen wird 24 h lang Programm organisiert: viel Livemusik, Sänger - mit viel Protestliedgut aus der Zeit gegen die Militärdiktatur, was die Leute begeistert mitsingen. Das bringt viel Spirit.

Die Mannschaft von ERT sendet nach wie vor 24 h live und streamt das Ganze über diverse Internetportale, u.a. das der kommunistischen Partei und der Europäischen Rundfunkunion EBU www.ebu.ch, ins Netz. Politiker aller linken Oppositionsparteien, Aktivisten aus Basisgruppen, Gewerkschafter etc. geben sich 24 h lang die Klinke in die Hand, um im provisorischen Studio aufzutauchen. Das Programm (z.b. auch mal ein
Konzert des ERT-Orchesters, das im Gebäude zusammenfindet) wird hier u.a. auf große Leinwände nach draußen übertragen.

Allerdings hat Ministerpräsident Antonis Samaras heute den Portalen, die ERT streamen, mit Sanktionen gedroht. Die message ist klar: die Sendungen soll gekappt werden. Gestern hatte Samaras am späten Nachmittag einen Auftritt vor Industriellen. Er hat nochmal die Entscheidung, den öffentlich-rechtl. Rundfunk zu schließen, bekräftigt und v.a. die Gewerkschaften scharf attackiert, weil sie immer streikten, wenn ausländische Politiker zu Besuch kämen bzw. weil sie nie über die hoffnungsvollen Entwicklungen in Griechenland berichteten (mh, welche er
damit wohl meinte?). Besonders "schön": kurz darauf war die
Liveübertragung des Spiels der Basketballer von Olympiakos and
Panathinaikos auf dem privaten Sender Skai-TV zu sehen - der hat direkt von der Schließung des ERT profitiert und die Übertragungsrechte abgestaubt. Der Präsident von Panathinaikos, so weit ich mich recht erinnere, hat es schön auf den Punkt gebracht, in dem er meinte, Skai habe, ohne etwas dafür tun zu müssen, ein großes Geschenk von der Regierung bekommen.

Zum Charakter der Bewegung: hier ist Jung & Alt auf den Beinen,
Gewerkschaften, die Bewegung von den Plätzen, Anarchisten, die linken Oppositionsparteien (Syriza ist hier unglaublich stark mit Partei- und Abgeordnetenapparat vertreten und vorbildlich für Tag- und Nachtschichten eingeteilt :-)) und man hört immer wieder, wie erstaunlich es sei, dass hier auch die kommunistische KKE bzw. ihre Gewerkschaft PAME dicht an dicht mit Syriza und den Anarchisten auf dem besetzten ERT-Gelände stehen. Die Basisstrukturen der Bewegung von den Platzbesetzungen haben hier übrigens den Rundfunkbeschäftigten ordentlich techn. Schützenhilfe gegeben, um das Livestreaming hinzubekommen bzw. zu zeigen, wohin man streamen kann. Hier geht also
einiges zusammen.

Was sich im Parlament tut: Samaras und die Nea Demokratia hatten ihre Koalitionspartner Pasok und Dimar ja nicht über die handstreichartige Schließung von ERT unterrichtet. Die Vorsitzenden von Pasok und Dimar haben sich gestern zum Krisengespräch getroffen und die Schließung kritisiert. Noch ist nicht klar, ob sie darüber die Koalition platzen lassen werden. Allerdings hört man, dass sich die Dimar über diese Frage
intern gerade zerlegt. Wenn nur die Dimar aussteigt, könnte Samaras mit einem winzigen Stimmenvorsprung theoretisch weiter regieren. Allerdings wäre dann auch die Frage, ob nicht auch die Pasok aussteigt.

Montagabend jetzt soll nun dass von der Pasok und Dimar eingeforderte Gespräch mit Samaras stattfinden. Sie haben den Termin zeitlich just auf die große Kundgebung und Rede gelegt, die am Montag Tsipras für Syriza auf dem Syntagmaplatz halten wird (die war schon länger geplant). Auch erst am Montag wird im Parlament nochmal über ERT debattiert. Sie strecken das ganze also zumindest bis über das Wochenende - vielleicht auch, um zu sehen, ob die Bewegung hier so lange durchhält. Ob und wie
die Polizei eingreifen wird, ist derzeit unklar. Sie sind wohl schon ein paar Mal aufgezogen (man sieht sie von hier aus ehrlich gesagt nicht), aber bisher ist hier nichts passiert. Wenn sie hier räumen, wird das allerdings gar nicht schön, das ERT-Gebäude ist riesig, überall Leute, da gibt es große Befürchtungen ob der geschlossenen räumlichen Gegebenheiten und der Brutalität der Polizei.

Warum Samaras hier so agiert, ist Feld vielfacher Spekulationen: Fühlt er sich so stark, um Neuwahlen zu riskieren, denn in allen Umfragen bis zu ERT führte er mit der ND (jetzt allerdings soll Syriza die ND als
stärkste Kraft angeblich überholt haben, das konnte ich aber nicht
verifizieren)? Will er ein Zeichen in Richtung EU senden, dass die ihm wiederum entgegen kommen sollen, weil er selbst mit dem Rücke zur Wand steht, nachdem die Gasprivatisierung kurzfristig gescheitert ist? Eines ist jedenfalls sicher: die Rede von Neuwahlen macht hier auch schon bis in die konservative Presse die Runde und Samaras setzt rhetorisch weiterhin auf Konfrontation. Es gibt ja auch die Spekulation, und zwar
nicht nur von Verschwörungstheoretikern, er könne perspektisch
einplanen, auch mit einem Teil der neofaschistischen Chrysi Avgi zu koalieren.

Zu Neuwahlen sagt Syriza hier: wir sind vorbereitet (tatsächlich ackern sie ja hier wie verrückt an ihren Kurz- und Langfristprogrammen) - aber wenn ich hier eines lernen durfte, dann ist es, dass Vorhersagen in Griechenland was Wahlausgänge angeht, gar nicht mehr möglich sind. Und was passieren würde, wenn Syriza hier mit einer Koalition an die Macht
käme wäre Stoff für eine viel längere Mail. Was man aber miterlebt:
diese Gesellschaft hier erlebt eine immer weiter fortschreitende
Polarisierung.

So, mit diesen Eindrücken aus Athen einen Gruß in die Runde. Wenn Ihr Euch noch mehr informieren wollt und leider auch kein Griechisch könnt, geht das u.a. hier:

http://www.enetenglish.gr/ (guter Liveticker zur ERT-Besetzung, aber erst ab morgen wieder, es wird ja gestreikt)

http://www.ekathimerini.com/ (das FAZ-Pendant Griechenlands, hat eine englische Onlineausgabe)

Livestream v. ERT u.a. auf www.ebu.ch - ist zwar auf Griechisch, aber immer mit Livestreamkamerabildern vom Platz vor dem Gebäude und auch sonst interessant

(od. regelmässig meine Texte auf taz.de :-) wobei unsere Autorensuchfunktion nicht geht & ihr mit dem wort "athen" suchen müsst

Eva



Zu den Verbindungen zwischen Athen und Istanbul: bereits zum Alter Summit hier sind die Geschehnisse in Istanbul natürlich aufmerksam verfolgt worden und es kam die Frage auf, ob der Funke von Istanbul wieder hierher rüberspringt. "Dank" Samaras ist es ja dann auch passiert - was das Durchregieren angeht, scheint aber auch bei Samaras der Erdogan-Funke übergesprungen ...

Freitag, 14. Juni 2013

Veranstaltung 15.6.2013: Die Anti-Atom-Bewegung und die Arbeiterbewegung in Japan

Vom 14. bis zum 18.6.2013 weilt eine Delegation japanischer Aktivisten in Berlin.
Sie vertreten
- das Internationale Arbeiter-Solidaritätskomitee von Doro-Chiba (IASK-DC), repräsentiert durch Nobuo Manabe
- die Nationalkonferenz für den weltweiten sofortigen Stopp aller Atomkraftwerke (NAZEN), repräsentiert durch Yosuke Oda
- die Gruppe „Frauen aus Fukushima gegen Atomkraftwerke“, repräsentiert durch Chieko Shiina.

Vom 15.6. - 17.6. gibt es zahlreiche Gelegenheiten für einen intensiven Gedankenaustausch zwischen deutschen Aktivisten und den japanischen Besuchern.
Am 15.6.2013 um 18 Uhr Veranstaltung zum Thema in Berlin mit Kurzfilmen, Vorträgen und Diskussion
Komel (kurdischer Verein), Burgsdorfstrasse 1 / Ecke Müllerstraße

Doro-Chiba ist eine unabhängige Eisenbahner-Gewerkschaft, entstanden 1979 im Rahmen des Kampfes gegen den Bau des Großflughafens Narita, ein Kampf, den sie unterstützte, und gegen die Privatisierung der Japanischen Staatsbahn JNR. Dieser kämpferische Verband ist nicht nur auf die Interessen der japanischen Eisenbahner ausgerichtet. Er ist die treibende Kraft einer wachsenden klassenkämpferischen und klassenorientierten Arbeiterbewegung über die Grenzen der Branchen und Verbandszugehörigkeiten hinweg.
Ein wichtiges Anliegen des Internationalen Arbeitersolidaritätskomitees von Doro-Chiba ist der Aufbau weltweiter Kontakte zu klassenorientierten und klassenkämpferischen Aktivisten, wie er bereits seit Jahren nach Korea und an die Westküste der USA besteht. Seit 2009 gibt es auch zunehmend Kontakte nach Deutschland.

NAZEN ist die „Nationalkonferenz für den sofortigen und weltweiten Stopp aller Atomkraftwerke“ und entstand im Rahmen der wachsenden Anti-AKW-Bewegung nach der Reaktorhavarie von Fukushima. NAZEN stellt in dieser Bewegung den „harten Kern“ dar und trägt die Ziele des Kampfes gegen AKWs in breiteste Bevölkerungskreise hinein. Naturgemäß ist diese Koalition vor allem in der Region Fukushima stark.
Die „Frauen von Fukushima“ entstanden als Gruppe aus Anwohner-Initiativen der von der Havarie betroffenen Region (Präfektur Fukushima und die umliegenden). Sie machten durchaus auch international von sich reden durch einen Dauer-Sitzstreik in Zelten vor dem japanischen Ministerium für Technologie, Wissenschaft und Wirtschaft (METI). Sie waren Trägerinnen des Projektes eines selbstverwalteten (und kostenlosen) Gesundheitszentrums in Fukushima-Stadt.

Internationale Solidarität darf sich nicht nur auf papierne Deklarationen beschränken. Der Aufbau persönlicher und direkter Kontakte ist ebenso unumgänglich wie die Suche nach Aktionsformen praktischer Solidarität über die Grenzen von Ländern und Kontinenten hinweg, weltweit.

Am 15.6.2013 um 18 Uhr Veranstaltung zum Thema in Berlin mit Kurzfilmen, Vorträgen und Diskussion
Wo? Komel (kurdischer Verein), Burgsdorfstrasse 1 / Ecke Müllerstraße (links neben der SPD und dem Prime Time Theater). Anfahrt: U/S-Bahnhof Wedding, dann Müllerstrasse ca 200 m
Veranstalter: Danketsu-Blog in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Arbeitersolidaritätskomitee von Doro-Chiba
Unterstützer: Aktionsausschuss 100% S-Bahn, Gruppe Arbeiterpolitik, Forum Betrieb - Gewerkschaft - Soziale Bewegung, Klassenkämpferischer Block Berlin, Marxistische Initiative, Revolutionär-Sozialistischer Bund, und andere

Danketsu Blog (Berlin)
Internationale Kurznachrichten zu Arbeits- und Arbeiterkämpfen. Inspiriert von der japanischen Eisenbahnergewerkschaft Doro-Chiba
Web: danketsu.twoday.net
E-Mail: danketsu[at]gmx.de
„Danketsu“= Solidarität, unbedingter Zusammenhalt

Sonntag, 2. Juni 2013

Warnstreik bei Karstadt in Berlin

Im Einzelhandel gab es bereits den ersten Warnstreik bei Karstadt in Berlin:

In Bayern gab es bereits einige Streiks, etwa bei H&M: https://handel-bayern.verdi.de/tarifbewegung/einzelhandel

Mai/Juni 2013

v e r . d i - I n f o rma t i o n f ü r d i e B e s c h ä f t i g t e n b e i K a r s t a d t
Gute Arbeit hat ihren Preis
Beschäftigte bei Karstadt verdienen Respekt und Anerkennung!
Karstadt wolle keine Tarifflucht, sondern nur eine Tarifpause. Das behauptet Arbeitsdirektor Weitz in seinem Schreiben an alle Beschäftigten. Doch diese Aussage lenkt ab. Die Beschäftigten, die alles gegeben und alles getan haben, verdienen etwas anderes: Respekt, Anerkennung, den Schutz der Tarifverträge, mehr Geld! Und jetzt das?
Die Karstädterinnen und Karstädter waren in den vergangenen Jahren Beispiel für Kampf, Mut und Solidarität. Nur wegen dieser motivierten Belegschaft, die sich mit ihrem Unternehmen identifiziert, gibt es Karstadt heute noch ...

Weitere Infos: https://handel-bb.verdi.de/einzelhandel/betriebe_unternehmen/karstadt/data/verdi_Karstadt_130529.pdf


Im Großhandel laufen bereits die Verhandlungen. Die Tarifkommission hat das erste Angebot der Arbeitgeber ja bereits zurückgewiesen.

Auch hier gab es in Bayern ja bereits einige Streiks im Großhandel, etwa bei der Edeka Regionalgesellschaft Bayern => Siehe hier: https://handel-bayern.verdi.de/tarifbewegung/gros-und-ausenhandel

Info der Tarifkommission Großhandel Berlin-Brandenburg:
https://handel-bb.verdi.de/grosshandel/tarifrunde/data/GH-Flugblatt-22.5.2013.pdf

Samstag, 1. Juni 2013

Call for a World Rally to Abolish All Nuclear Plants and Weapons on August 6 in Hiroshima

Steering Committee of 68th Anniversary of atomic bombing—Aug. 6 Hiroshima Grand Action

Co-Chairs:
Reiko Shimoda (Survivor of atomic bombing on Hiroshima)
Ken Nakajima (Second-generation of atomic bomb survivor)
Atsuko Oe (Chair of Save the Iraqi Children–Hiroshima)
Keiko Muromoto (Yomogi-no Atelier NPO)
Ryoujun Yoshida (Doctor from the Koyo Daiichi Clinic)
Teruki Oe (President of Doro-Nishinihon)

May, 2013
On August 6 and 9, 1945, Japan’s war of aggression on Asian countries resulted in the most horrible scene, the atomic bombing of Hiroshima and Nagasaki. Since then, the atomic bomb survivors of Hiroshima and Nagasaki, including their second and third generations, have continued their resolute struggle against war for 68 years with the belief that nuclear weapons and human beings are incompatible.
In disregard of their serious and sincere aspirations, the U.S. and Japanese ruling classes have continued to develop their nuclear programs and nuclear stockpiles, denying responsibility for the war and atomic bombings, respectively. They are suppressing the atomic bomb survivors’ outcry.
For this purpose, the ABCC (Atomic Bomb Casualty Commission) collected data from the victims of the atomic bombings with the definite aim of preparing for a new nuclear war, in close cooperation with US military forces, and systematically attempted to conceal the effect of radiation exposure on victims and their descendants.
The Radiation Effects Research Foundation (RERF), the successor to the ABCC, has until today totally ignored the realities of internal exposure caused by the Black Rain, or nuclear fallout. Toshiteru Okubo, Chairman of the RERF, openly pronounces, “Our study is not for the victims”.
For decades, uncountable nuclear experiments have been repeated and a large number of nuclear weapons have been produced. As a result, new victims are born in a great numbers. Meanwhile, the victims of Hiroshima, Nagasaki and Bikini Atoll have been concealed and protest actions and the struggle of survivors against nuclear weapons has been severely suppressed.
In line with these developments, as many as 430 nuclear power reactors over the world, including 54 in Japan, were constructed with the euphemism “Atoms for Peace” and the myth of safe nuclear power, suppressing stubborn resistances against the construction of nuclear power plants. All this ended up with the Fukushima Daiichi nuclear accident on March 11, 2011.
Two years since then, no facts have yet been disclosed about what really happened in Fukushima and what is happening there now. The actual situation is that an impending crisis of catastrophe exists even today. The Abe administration is leading a desperate effort to restart nuclear power plants and to promote the export of this technology, while nobody takes responsibility for the accident and the present situation. We are disgusted with them.
It is always distressing and painful to hear of the effects of radiation on children. More than 40 percent of Fukushima children showed evidence of thyroid abnormalities and 10 cases are suspected to have already developed into thyroid cancer as well. We strongly protest against the government’s attitude about medical care, which is only focused on investigation. Fukushima Medical University is, under governmental order, keeping in line with the outrageous ABCC principle mentioned above: investigation without treatment. To keep nuclear power plants online at any cost, the government is striving to wipe out reports of radiation in Fukushima by stepping up the campaign of “Safety”, “Restoration”, “Decontamination” and “Early Returns”. This is exactly the same way the government has been dealing with the hibakusha (atomic bomb survivors) of Hiroshima and Nagasaki and the hydrogen bomb victims including the Daigo Fukuryu Maru crew for the purpose of keeping on producing nuclear weapons.
However, the voices of the hibakusha and the struggles of Hiroshima, Nagasaki and Bikini Atoll could never be crushed. The first-and-second-generation hibakusha of Hiroshima have bravely fought to survive. They demanded the state draft compensation legislation called the Atomic Bomb Survivors Relief Law in order to provide medical treatment for people affected by the atomic bombings. They succeeded in establishing the Koyo Daiichi Clinic and thus taking medical care back into their hands from the “authority” of modern medicine, which goes against the treatment of hibakusha. They are unyieldingly pursuing governmental admission of responsibility and acknowledgement of the serious effects of internal exposure.
The people of Fukushima followed in the footsteps of these hibakusha’s struggles and this resulted in the opening of the Fukushima Collaborative Clinic. With this newly established clinic, they have fought back against the government’s business-as-usual campaign. This year, on the very anniversary of the Great East Japan Earthquake and Fukushima Daiichi meltdowns, the March 11 Fukushima Anti-NPP Action was a great success.
In summer this year, we will carry on the spirit of this Fukushima Action and hold the August 6 Hiroshima Grand Action. Sharing anger against nuclear power plants and the horror and fear of life-threatening radiation, we will call on people all over the world to scrap all nuclear power plants and abolish all nuclear weapons.
Let us gather full force and make every effort for the protection of children’s lives from radiation by developing the Fukushima Collaborative Clinic and expanding the children’s evacuation & recuperating short stay project. The government pays no attention to the workers at the Fukushima Daiichi Nuclear Power Plant, who are engaged in the work of containing the nuclear accident while under exposure to a high level of radiation. Internal exposure by radiation emitted from nuclear power plants takes the lives of workers even when the nuclear plant is in routine operation.
The railway workers of Doro-Mito (Mito is in a prefecture that neighbors Fukushima) waged strikes to refuse repair work on a contaminated train and stopped the running of the train to avoid putting their lives in danger. Such a struggle of workers united in a labor union against irradiated labor—labor exposed to radioactive contamination—and the international solidarity of other such militant labor unions will surely contribute to the overwhelming power needed to effect the total scrapping of all nuclear power plants.
We call on all people—the workers, farmers, fishermen, students, mothers and children of the whole world. Let us be united in commitment not to allow another Hiroshima, Nagasaki, Bikini Atoll or Fukushima!
Let us be united in resolving to scrap all nuclear power plants and abolish nuclear weapons from the earth–weapons that hold the potential to destroy the whole world!
Let us gather in Hiroshima and hold a “World Rally for the Total Abolition of Nuclear Power Plants and Weapons”!

Freitag, 31. Mai 2013

Solidarität mit dem Turkish-Airlines-Streik!

Fliegt nicht mit Turkish Airlines!

Die Beschäftigten der Fluggesellschaft Turkish Airlines (THY) streiken seit dem 15. Mai für ihre Rechte und ihre Zukunft.

Die Beschäftigten von Turkish Airlines möchten nicht, dass die schlechten Arbeitsbedingungen, die zu Übermüdung, Schlaflosigkeit und Konzentrationsstörungen während der Flüge führen, das Leben der Passagiere und des Personals gefährden. Sie möchten, dass ihre 305 Kolleginnen und Kollegen, die entlassen wurden, weil sie ihr natürlichstes Kampfmittel - das Streikrecht – gebraucht hatten, wieder bei Turkish Airlines eingestellt werden werden.

Die Arbeiterinnen und Arbeiter möchten ihr Gewerkschafts- und Streikrecht verteidigen, um ein menschenwürdiges Leben zu sichern. Die letzte Entwicklung war, dass mehr als 4.000 Arbeiterinnen und Arbeiter bei Turkish Airlines ihre Streikrechte durch einen harten und entschlossenen Kampf verteidigen konnten, nachdem der Staat versucht hat, ihren Streik zu verbieten.

Weil die Kapitalisten davor Angst haben, dass der Streik bei Turkish Airlines für weitere ähnliche Arbeitskämpfe eine moralische Unterstützung sein kann und sich derartige Arbeitskämpfe auf andere Branchen ausbreiten, möchten sie diesen Streik um jeden Preis brechen.

Deswegen wäre eine Niederlage der Turkish-Airlines-Beschäftigten eine Niederlage für uns alle. Ihr Sieg wäre aber ein Sieg für uns alle. Wenn ihre Stimmen unterdrückt werden, werden wir weder in der Luft noch auf dem Boden sicher sein.

Auf zur Solidarität mit unseren Kollegen!

Wenn wir schweigen, sind wir als nächstes dran!

Die Arbeiter von Turkish Airlines sind nicht alleine!

Solidaritätskundgebung: 02.06.2013, 15.00 Uhr – Kottbusser Tor Berlin

Turkish-Airlines-Streik- Solidaritätskomitee

Danketsu Blog

Internationale Kurznachrichten zu Arbeits- und Arbeiterkämpfen. Inspiriert von der japanischen Eisenbahnergewerkschaft Doro-Chiba

Danketsu

Das japanische Wort "Danketsu" bedeutet wörterbuchmässig übersetzt "Solidarität". Wie aber so oft hat das japanische Wort in der japanischen Sprache selbst eine noch viel komplexere Bedeutung, etwa im Sinne des Wahlspruchs der 3 Musketiere aus Alexander Dumas Roman: "Einer für alle! Alle für einen!"

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Klassenorientierte Arbeiterbewegung

Die Schaffung und Verbreiterung einer internationalen klassenorientierten Arbeiterbewegung ist ein Ziel der kämpferischen Eisenbahnergewerkschaft Doro-Chiba in Japan. Dies bedeutet unter anderem: (1) Arbeits- und Arbeiterkämpfe dürfen niemals sektoriell, kulturell, ethnisch oder national isoliert und eingegrenzt bleiben. Über alle diese (letztlich künstlichen) Grenzen hinweg muss Solidarität (Danketsu) praktiziert werden. (2) die Gesamt - Interessen aller Menschen, die nur Besitzer blosser Arbeitskraft als Produktionsfaktor sind (60-80% der Bevölkerung etwa in Ländern wie Deutschland oder Japan), also wissenschaftlich formuliert der Klasse des Proletariats, müssen stets im Vordergrund sein. (3) Es ist von einer Unversöhnlichkeit der Interessen von Kapital und Arbeit auszugehen. (4) Es gilt die unmittelbare und direkte Solidarität (Danketsu) zwischen den zahllosen Segmenten dieser Klasse weltweit ständig zu erzeugen und zu verbreitern.

Berliner Solidaritätskomitee mit den Werktätigen in Japan

Am 11.10.2011 riefen 4 Gründungsmitglieder das Berliner Solidaritätskomitee mit den Werktätigen in Japan ins Leben. Ziel des Komitees ist die Schaffung zahlreicher Kontakte zwischen deutschen und japanischen gewerkschaftlichen Aktivisten (wobei gewerkschaftliche Aktivisten keineswegs etwa auf formale Mitglieder von Teilorganisationen etwa des DGB begrenzt ist). Dieser Blog hier (Danketsu-Blog) ist allerdings nicht nur einseitig auf deutsch-japanische Arbeitersolidarität ausgerichtet, sondern nahm von Anfang an auch Kurzmeldungen über Arbeitskämpfe aus anderen Teilen der Welt auf. Damit realisieren wir auch auf beste Weise, was ein zentrales Anliegen der japanischen Doro-Chiba ist: Schaffung einer weltweit miteinander vielfältig vernetzten klassenorientierten Arbeiterbewegung; Danketsu erzeugen und immer weiter verbreitern.

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Meldungen im Danketsu-Blog

Soweit es in unseren Möglichkeiten steht, veröffentlichen wir jede uns bekannt gewordene Meldung über Arbeits- und Arbeiterkämpfe, ohne Rücksicht darauf, von welchen politischen Kräften diese Kämpfe geführt werden. Unser Prinzip heisst Klassensolidarität, also Solidarität aller Menschen, die Besitzer blosser Arbeitskraft sind.

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